Ausstellung: Die größte Chipstütensammlung der Welt
zuletzt aktualisiert: 17.04.2008 - 21:20Düsseldorf (RPO). Bernd Sikora hat ein eher ungewöhnliches Hobby: Er sammelt Chipstüten aus aller Welt. Über 2000 verschiedene hat er inzwischen leer gefuttert. Und weil er sie nicht weggeworfen hat, steht er nun im Guinness-Buch der Rekorde - und hat eine eigene Ausstellung bekommen.
Die heißt "KNACK! Zur Kulturgeschichte eines Snacks" und wird derzeit in Sikoras Heimatstadt Vreden im Hamaland-Museum gezeigt.
Dort bekommt man nicht nur viele bunte Tüten zu sehen - von denen man viele bestimmt aus dem einen oder anderen Urlaub wiedererkennt - sondern man erfährt auch jede Menge Chips-Fakten.
Zum Beispiel: "Die Literatur sagt, dass bereits die Inkas Kartoffelscheiben in heißem Öl brieten und mit verschiedenen Gewürzen daraus eine schmackhafte und haltbare Beilage herstellten." das verrät die Museumsleiterin Dr. Annette Menke.
Oder: Die Kartoffelchips der Neuzeit wurden – so die allgemeine Annahme - im Moon’s Lake House in Saratoga Springs (Staat New York, USA) erfunden. Die vielfach kolportierte Geschichte von einem ärgerlichen Koch, der sich an einem nörgelnden Gast rächen wollte, lässt sich allerdings nicht nachweisen.
Auch die verschiedenen Geschmäcker bekommt man erläutert: Während in Deutschland nach wie vor die Sorte "ungarisch", also mit Paprika gewürzt, die beliebteste ist, mögen die Dänen lieber Salz und Dill. In England stehen Salz und Essig sowie Marmite, das nach Hefe schmeckt, als Gewürze ganz oben in der Beliebtheitsskala. Andernorts liebt man es eher rauchig, wie zum Beispiel in den USA, oder süßlich und manchmal gar mit Fischgeschmack.
Eine Ausstellung, die Hunger macht. Sogar, wenn man nur darüber schreibt...
Die bunte Welt der Chipstüten ist vom 13. April bis zum 1. Juni im Hamaland-Museum zu sehen. Die Ausstellung "KNACK! Zur Kulturgeschichte eines Snacks" ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
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