"Autsch!": Die spektakulären Stürze des Kerry Skarbakka
zuletzt aktualisiert: 18.04.2009 - 15:46Düsseldorf (RPO). Kerry Skarbakka ist eine Art Stuntman. Für Fotos. Das hört sich komisch an. Aber schaut man sich die Werke des britischen Künstlers an, kommt einem nur eines in den Sinn: "Autsch!"
Wer hat das nicht schon einmal erlebt? Man springt über einen Zaun, bleibt mit dem Fuß hängen und liegt der Länge nach im Dreck. Oder das Horror-Erlebnis Dusche: Man rutscht aus, alles was an Halt bleibt ist der wenig Halt bietende Duschvorhang - und schon schlägt man unangenehm mit dem Steiß auf. Autsch!
Diese Art Stürze inszeniert Kerry Skarbakka auf seinen Fotos. Und kommt noch schlimmer: da stürzt er kopfüber die Treppe hinunter, fällt beim Glühlampe wechseln rücklings von der hohen Leiter oder wird von einer Explosion auf seinem Herd nach hinten geschleudert. Autsch!
Doch Kerry Skarbakka hat Glück im Unglück. Denn so realistisch die Bilder auch wirken, sie sind natürlich gestellt. Der Stürzende selbst wird von später wegretouchierten Seilen und Gurten gehalten, bis das Foto im Kasten ist.
Der amerikanische Draufgänger macht diese Fotos seit 2002, sie werden seitdem rund um den Globus in Ausstellungen gezeigt. Immer muss der 38-Jährige selbst für die "Stürze" herhalten. Die Suche nach einem Freiwilligen war bislang erfolglos. Bei den Arbeiten auf Wolkenkratzern oder hohen Eisenbahnbrücken kann man das niemandem übel nehmen.
Skarbakka widmet seine Sturzfotos dem Philosophen Martin Heidegger. Der, so Skarbakka, beschreibe die menschliche Existenz als einen Prozess des dauerhaften Fallens.
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