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Erbstreit
Gurlitts Cousin: Kunstsammler war nicht paranoid

Fall Cornelius Gurlitt: Erben streiten um Ansprüche
Der Vetter von Cornelius Gurlitt möchte, dass der letzte Wille des Kunstsammlers erfüllt wird. FOTO: dpa, mg axs
München. Dietrich Gurlitt und seine Schwester Uta Werner sind in der gesetzlichen Erbfolge die nächsten Verwandten von Cornelius Gurlitt. Sie scheinen aber ziemlich unterschiedliche Ansichten über das umstrittene Erbe und ihren Cousin Cornelius zu haben.

Der Cousin von Cornelius Gurlitt hat Spekulationen über den Geisteszustand des Kunstsammlers zurückgewiesen. "Über die Beschlagnahme seiner Bilder war er so empört, dass er kein deutsches Museum auswählte. Das alles ist nicht paranoid, sondern konsequent und verständlich", teilte Dietrich Gurlitt der Nachrichtenagentur dpa mit.

Der 95-Jährige ist gemeinsam mit seiner Schwester Uta Werner (86) in der gesetzlichen Erbfolge Gurlitts nächster Verwandter, wurde im Testament aber übergangen. Im Gegensatz zu seiner Schwester, die am Freitag überraschend einen Erbschein beim zuständigen Nachlassgericht in München beantragte, erhebt er aber keine Ansprüche auf den Nachlass. Von dem psychiatrischen Gutachten über seinen Cousin, das seine Schwester in Auftrag gegeben hatte, und das Cornelius Gurlitt eine "wahnhafte Störung" bescheinigte, distanzierte er sich.

Der Fall Cornelius Gurlitt - eine Chronologie

Er spricht sich ausdrücklich dafür aus, dass der letzte Wille seines Cousins erfüllt wird und das Kunstmuseum Bern, das Gurlitt als Alleinerben einsetzte, die millionenschwere Kunstsammlung auch wirklich bekommt. "Ich kannte Cornelius in seinen jungen Jahren", teilte Dietrich Gurlitt mit. "Er hatte und wollte als Erbe keinen Kontakt zu uns, da wir ihm für seine große Sammlung nicht kompetent waren."

Der Kunstsammler Gurlitt hatte sein komplettes Vermögen dem Kunstmuseum Bern vermacht, das nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa das Erbe auch antreten will. Für diesen Montag war ein gemeinsamer Pressetermin des Museums mit dem Bund und dem Freistaat Bayern in Berlin angekündigt.

(dpa)
 
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