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Jan Triska
Schauspieler stürzt von Prager Brücke in den Tod

Jan Triska: Schauspieler stürzt von Prager Karlsbrücke in den Tod
FOTO: dpa, JZD sab
Prag. Der Schauspieler Jan Triska ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Am Dienstag war Triska von der Karlsbrücke in Prag gestürzt – die Gründe sind noch unklar.

Der vom kommunistischen Regime in der Tschechoslowakei verbannte Schauspieler Jan Triska ist seinen Verletzungen nach einem Brückensturz erlegen. Der Prager Theaterregisseur Jan Hrusinsky bestätigte den Tod am Montag.

Der 80-jährige Triska war über Nacht im Militärkrankenhaus der Stadt an den Verletzungen gestorben, die er sich am Samstag bei einem Fall von der berühmten Karlsbrücke in Prag zugezogen hatte. Zwei Touristen eines Ausflugschiffs hatten den populären Darsteller am Samstag bewusstlos aus der Moldau geborgen und zunächst noch wiederbelebt.

Gefallen oder gesprungen

"Er ging vor jedem neuen Dreh auf die Karlsbrücke, um Kraft zu tanken, die Statuen zu berühren und um Glück zu bitten", sagte der Regisseur Jiri Madl im tschechischen Fernsehen CT. Möglicherwesie verlor Triska dabei den Halt. Die Umstände des Falls sind weiterhin unklar. Laut Feuerwehr sei Triska gesprungen, laut den Rettungsdiensten war er gefallen.

Triska war 1977 ausgewandert, nachdem er ein Menschenrechtsmanifest unterzeichnet hatte, das von seinem engen Freund, dem Dissidenten Vaclav Havel, inspiriert war. Er ließ sich in Los Angeles nieder und trat in Dutzenden Filmen auf, darunter "Ragtime" und "Larry Flynt - Die nackte Wahrheit".

Nach der Samtenen Revolution 1989, die von Havel angeführt wurde, kehrte Triska regelmäßig in seine Heimat zurück, um in Filmen und an Theatern mitzuspielen. Seine Filme wurden in Tschechien bis zum Ende des Kommunismus 1989 nicht gezeigt.

(veke/ap)
 
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