Buch-Tipp: Jerome D. Salinger: "Franny und Zooey"
VON LOTHAR SCHRÖDER - zuletzt aktualisiert: 22.03.2007 - 11:12Manche behaupten ja, die Erzählung „Franny und Zooey“ sei nun wirklich das Beste, was Jerome D. Salinger geschrieben hat. Aber das stimmt wohl nicht ganz, jedenfalls nicht für jene, die „Der Fänger im Roggen“ gelesen haben. Aber was heißt das schon! „Franny und Zooey“, die Geschichte der beiden jüngsten Glass-Kinder, ist nur einen Tick hinter dem „Fänger“ - also immer noch ein riesiges Buch. Es hat seine Wiedergeburt ebenfalls durch Eike Schönfeldt erlebt, der die Erzählung vom Staub der Böll-Übersetzung befreite und uns praktisch Salinger pur liefert. Also Franny mit ihren Nervenzusammenbrüchen und Zooey, der sich als Therapeut übt. Allerlei Lebensversuche und -entwürfe. Natürlich ist das komisch - und deprimierend. Ein echter Salinger.
Jerome D. Salinger: „Franny und Zooey“. Kiepenheuer & Witsch, 234 S., 18 Euro.
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