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Auf der Suche nach einem Bild
So funktioniert die #kunstjagd

#kunstjagd: Suche nach verschollenem Bild aus der NS-Zeit
Die Route der #kunstjagd lässt sich auf einer Karte nachverfolgen. FOTO: kunstjagd,com
Düsseldorf. Ein verschollenes Gemälde hat in der NS-Zeit mehr als 30 Menschen das Leben gerettet. Initiiert durch das Recherche-Startup "Follow the Money" machen wir uns mit anderen Medien gemeinsam auf die Suche: Wo ist das Bild heute?

Die #kunstjagd ist ein Gemeinschaftsprojekt des Startups "Follow the Money", der Rheinischen Post und BR, SRF, ORF, Deutschlanradio Kultur, Süddeutscher Zeitung sowie derStandard.at. Zusammen wollen wir die Geschichte des Werkes von Otto Theodor W. Stein, einem deutsch-jüdischen Maler, ergründen:

Welchen Weg hat das Bild mit dem schlichten Titel "Frau auf dem Stuhl" genommen, seitdem Stein es den Nationalsozialisten überlassen musste? An dieser Stelle fassen wir zusammen, wie Sie die Recherche verfolgen und unterstützen können.

Darum geht es bei der #kunstjagd

Mehr als 30 Menschen aus der Familie Engelberg aus Portland, Oregon in den USA verdanken dem Bild, dass sie noch am Leben sind. 1938 hat ihre Vorfahrin, Paula Engelberg, das Gemälde von Stein den Nationalsozialisten überlassen.

Nur so kam ihr Mann aus dem KZ Dachau frei. Nur so konnten sie über die Schweiz nach Amerika fliehen. Nur so ist die Familie heute noch am Leben. Das Bild ist jedoch bis heute verschollen.

Das Team von "Follow the Money" begibt sich in diesen Wochen an die historischen Orte und verfolgt die Spur des Gemäldes.

So können Sie bei der #kunstjagd dabei sein

Den gesamten Weg der Kunstjagd können Sie auf einer Karte des Projekts Schritt für Schritt nachverfolgen. Jede Station dokumentiert das Recherche-Team dabei mit einer Stecknadel auf der Karte. Außerdem dokumentieren die Journalisten ihre Arbeit mit regelmäßigen Beiträgen in einem Blog.

Ganz persönliche Eindrücke fängt das Projekt außerdem in wöchentlichen Podcastfolgen ein, die auf Soundcloud aber auch auf iTunes in abonnierbarer Form veröffentlicht werden:

Zusätzlich nutzt das Team die Kanäle von InstagramFacebook und Twitter, um die Fortschritte des Projekts zu dokumentieren.

So können Sie die #kunstjagd unterstützen

Bei einer so groß angelegten Recherche ist das Team sehr auf Hilfe und Hinweise von außen angewiesen. Neben der klassischen E-Mail setzt "Follow the Money" vor allem auf die Möglichkeiten der Plattform WhatsApp.

Um mitzumachen, brauchen Sie nur die Handynummer +49 157 53 25 78 33 unter dem Namen Kunstjagd in Ihrem Smartphone-Adressbuch zu speichern, und an diesen Kontakt anschließend die Nachricht Start Kunstjagd schicken.

Anschließend erhalten Sie regelmäßig Informationen über den Fortgang der Recherche. Gleichzeitig können Sie an die oben stehende Nummer auch eine Nachricht schicken, falls sie Hinweise zur Geschichte des gesuchten Gemäldes haben.

Bei RP ONLINE und in der Rheinischen Post dokumentieren wir ebenfalls fortlaufend die Recherche der #kunstjagd.

(RPO, HeBu)
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