Jeff Bridges - Schauspieler und Fotograf: Panoramablick hinter die Filmkulissen
zuletzt aktualisiert: 08.09.2010 - 20:25Düsseldorf (RPO). Nur wenige Hollywoodstars kommen auf eine solch lange Liste an Filmen, wie Jeff Bridges. Doch der Oscargewinner 2010 hat neben der Schauspielerei noch andere Vorlieben. Als begeisterter Musiker hat er ein Album veröffentlicht, als Zeichner und Maler hat er sich einen Namen gemacht. Und er fotografiert für sein Leben gern. Die Bilder gewähren Einblicke hinter die Filmkulissen, wie man sie sonst nicht zu sehen bekommt.
Wenn man an Jeff Bridges denkt, denkt man zuerst an "The Fabulous Baker Boys (Die Fabelhaften Baker Boys)", "The Fisher King (König der Fischer)", "Fearless", "The Big Lebowski", "Arlington Road" oder "K-PAX". "Crazy Heart" brachte ihm für die Darstellung des abgehalfterten Country-Musikers Bad Blake 2010 den Oscar sowie den Golden Globe Award ein.
Aber da ist noch etwas anderes, was der breiten Öffentlichkeit bisher unbekannt geblieben ist. Jeff Bridges‘ Interesse für die Fotografie begann, als er in der High School einen Fotografen mit einer Wide-Lux Kamera arbeiten sah. Die Wide-Lux ist eine Panorama-Kamera, die zuerst 1948 in Japan produziert wurde und statt eines traditionellen Verschlusses einen Schlitz hat, der über die Mitte des Objektives schwingt und den Film belichtet. Bridges benutzt eine 35mm Version der Kamera und die 28mm-Linse zeigt ein fast 180-Grad-Bild.
1977 bekam er zur Hochzeit von seiner Frau Susan, einer Fotografin, seine erste Wide-Lux geschenkt, nahm die Kamera mit zu seinen Filmsets und begann damit dort zu fotografieren. Seither sind zahllose Schwarz-Weiß-Fotografien entstanden und eine Auswahl der besten dieser Bilder ist 2003 unter dem Titel "Pictures" in Buchform erschienen.
Das Buch ist ein Blick hinter die Kulissen zahlreicher Filme und der Betrachter kann erkennen, wie Jeff Bridges in seinen Fotografien die charakteristischen Eigenheiten der Wide-Lux Kamera einsetzt. Dabei hat er einen eigenen "Bridges-Stil" entwickelt, der so einzigartig ist wie die vielen Rollen, die er gespielt hat.
Bridges wurde 1949 in Los Angeles geboren. Bereits als Kind war er gemeinsam mit seinem Bruder Beau an der Seite seines bekannten Vaters Lloyd Bridges in Fernsehserien zu sehen.
Sein Durchbruch kam schon mit der ersten größeren Kinorolle, als er 1971 unter der Regie von Peter Bogdanovich in "The Last Picture Show (Die letzte Vorstellung)" spielte und gleich als bester Nebendarsteller für den Oscar nominiert wurde. In mehr als 70 Filmen hat er inzwischen mitgewirkt und im Laufe seiner Karriere immer wieder seine Vielseitigkeit unter Beweis gestellt. Das unterstreicht gewissermaßen auch die Ausstellung, die dieser Tage in der Galerie Bugdahn und Kaimer zu sehen ist.
Ausstellung "Jeff Bridges - Pictures"
noch bis 29. Oktober 2010
Galerie Bugdahn und Kaimer
Heinrich-Heine-Allee 19 & Neustrasse 12
40213 Düsseldorf
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