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Fotos von David Douglas Duncans: Picasso privat in der Badewanne

zuletzt aktualisiert: 15.01.2008 - 12:36

Düsseldorf (RPO). Pablo Picasso in der Badewanne. Das haben Sie bestimmt noch nicht gesehen. Genauso wenig wie den großen spanischen Künstler mit nacktem Oberkörper und einer selbstgebastelten Maske auf. Oder noch besser: Mit Zigarette in der Nase. Eine Ausstellung in Wien zeigt das jetzt alles - eine Auswahl sehen Sie auch bei uns.

Der 1916 in den USA geborene, international durch seine Kriegsfotografien bekannte Fotograf David Douglas Duncan tritt im Februar 1956 ins Leben von Pablo Picasso (1881-1973). Picasso empfängt den Amerikaner in der Badewanne sitzend, umsorgt von seiner zweiten Ehefrau Jacqueline. Aus dieser ersten Begegnung entwickelt sich eine enge Freundschaft, die bis zum Tod Picassos währt. Picassos Villa in Südfrankreich wird zu Duncans zweiter Heimat, wo er mit seiner Kamera die letzte Lebens- und Schaffensperiode des großen Künstlers höchst sensibel dokumentiert.

Picasso teilt mit Duncan familiäre Momente sowie intime Bereiche seines künstlerischen Schaffens. Der Fotograf wird zum stillen Beobachter von Picassos Arbeit und dokumentiert die Entstehung einer Reihe von Keramiken und Gemälden in Picassos Atelier, darunter jenes berühmte Portrait seiner letzten Muse Jacqueline.

Selbstportrait als Eule

Das Highlight der Ausstellung ist eine Collage Picassos aus dem Jahr 1957: eine Aufnahme Duncans von Picassos Augen wird durch einen witzig-bizarren Einfall des Malers zu dessen Selbstportrait als Eule. Eine Fotoserie dokumentiert die Entstehung des gemeinsamen Werks von Fotograf und Künstler.

Duncans Bilder erlauben überraschende Einblicke in Picassos vielschichtige Persönlichkeit und präsentieren den Künstler in ungewohnten Rollen: als humorvollen Gastgeber und Freund, als zurückhaltenden Ehemann sowie als kindlichen Spielgefährten von Paloma und Claude, der sich in fortgeschrittenem Alter von der Jugend mitreißen lässt. Berührende Momentaufnahmen aus dem Privatleben Picassos versprühen Herzlichkeit, Intimität und Vitalität, sie präsentieren einen Picasso, der zu seinen Lebzeiten nur wenigen Auserwählten bekannt war.

Liebe zu Lump

In einer Reihe von Aufnahmen hielt Duncan beispielsweise die besondere Beziehung von Picasso zu dem Dackel Lump fest: "Was zwischen den beiden war? Sie waren seelenverwandt", sagt Duncan. "Picasso hatte viele Hunde, aber keinen nahm er in den Arm - außer Lump. Und Lump betete ihn an." Lump starb am 29. März 1973. Picasso folgte ihm zehn Tage später.

DAVID DOUGLAS DUNCAN. Picasso
noch bis zum 27. Januar 2008
Ort: WestLicht. Schauplatz für Fotografie A-1070 Wien, Westbahnstraße 40
Tel +43-1-5226636, www.westlicht.com


 
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