Dan Browns neuer Roman erscheint am Dienstag: So beginnt "The Lost Symbol"
VON FRANK HERRMANN - zuletzt aktualisiert: 15.09.2009 - 08:32Washington (RP). An diesem Dienstag erscheint der neue Roman von Dan Brown. "The Lost Symbol" erzählt wieder von wilden Verschwörungen, geheimen Freimaurer-Zirkeln und der geheimnisvollen Zahl 33. Vorab wurden zwei Kapitel in der britischen Zeitung "Mail on Sunday" veröffentlicht.
An der Treppe thronen zwei Sphingen, Fabelwesen in Löwengestalt, wie sie an den Pyramiden ägyptischer Pharaonen wachen. "Ex oriente lux", verkündet eine Bronzetafel neben der Eingangstür, "ex occidente lex" eine zweite. Aus dem Osten das Licht, aus dem Westen das Recht. Das alles ist eingebettet in einen schnörkellosen, hellgrauen Kubus, der allein durch seine Größe imponiert.
Es ist ein Steinklotz, wie er typisch ist für Washington, die Stadt der politischen Macht, eine Stadt mit monumentaler Architektur. Doch im Innern steckt er voller Geheimnisse, der Scottish Rite Temple. Es wimmelt nur so von versteckten Symbolen und Signalen. Angeblich. Alles dreht sich um die Zahl 33, eine magische Zahl. 33 Säulen zieren den Bau, jede 33 Fuß hoch. Im Versammlungssaal stehen 33 Stühle, denn der Rat der 33. Freimaurerloge zählt 33 Mitglieder. Grund genug, spannende Verschwörungstheorien um den Tempel zu ranken.
Die deutsche Ausgabe
Deutsche Fans müssen noch ein paar Wochen warten, bis der Roman auch in heimischer Sprache erscheint. Der Lübbe Verlag bekommt das Manuskript ebenfalls erst am 15. September. Jetzt folgt Schwerstarbeit für die Übersetzer. 600 Seiten müssen ins Deutsche übertragen werden. Mitte Oktober soll es dann so weit sein.
Dan Brown hat es getan, er hat Washington entdeckt. Am Dienstag erscheint "The Lost Symbol", das neue Buch des Bestseller-Autors. Diesmal verklärt Brown die amerikanische Hauptstadt zu einem einzigen Mythos. Aber nicht auf ewig. Sein Held Robert Langdon, Harvard-Professor für religiöse Symbolik, kommt konspirativen Netzwerken auf die Schliche, so wie es ihm im "Da Vinci Code" (deutsch: "Sakrileg") bereits in Paris und London gelang. Es beginnt mit einer Einladung an Langdon, im Kapitol, am Sitz des Kongresses, zu sprechen. Als er eintrifft, weiß niemand von einer Rede. Dafür hört er einen gellenden Schrei. Bald entdeckt er eine abgetrennte Hand, die Hand seines Freundes Peter Solomon, eines Freimaurers.
Schon die wenigen Bruchstücke reichen, um am Ort der Handlung einen Hype zu entfachen, den Freimaurer-Hype. Reiseveranstalter reiben sich die Hände, rechnen sie doch mit Scharen neugieriger Besucher, die an altbekannten Stätten jeden Winkel nach chiffrierten Botschaften absuchen. Zum Beispiel am Kapitol. Als dort der Grundstein gelegt wurde, gehörte es zur Zeremonie, Wein und Öl zu vergießen und Maiskörner zu streuen. George Washington, der erste Präsident, soll zur Feier des Tages eine knappe Schürze getragen haben, die Schürze der Freimaurer. Wem galt seine Loyalität? Seinem Land? Oder seiner Loge? Dann die CIA-Zentrale im Vorort Langley. Dort steht eine Tafel, beschrieben mit Buchstaben, die keinerlei Sinn ergeben. Wird Langdons Spürsinn den Code endlich knacken?
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