Ausstellung von Misereor: So hausen die "Käfigmenschen"
zuletzt aktualisiert: 03.09.2009 - 17:07Düsseldorf (RPO). Sie sind nicht inhaftiert, leben aber hinter Gittern: Ihr zu Hause besteht nur aus zwei Quadratmeter großen Käfigboxen. Mehrere dieser Boxen sind in einer normalen Mietwohnung untergebracht. So leben, schlafen und essen rund 100.000 Menschen in Hongkong: die so genannten 'Cagepeople', zu deutsch Käfigmenschen. Unter ihnen sind rund 20.000 Kinder.
In diesen Käfigen findet ein ganzes Leben statt: Menschen schlafen und wachen darin, erziehen ihre Kinder, bewahren die persönliche Habe auf. Die Käfige unterteilen teure Hochhaus-Etagen, deren Mieten für viele unerschwinglich sind.
Bis zu 100 Menschen teilen sich eine Etage in einem Hochhaus. Als Folge einer fehlgeplanten Wohnbaupolitik finden insbesondere alleinstehende Menschen keinen sozialen Wohnraum, teilt Misereor zu der Ausstellung mit. Clevere Haus- und Wohnungsbesitzer haben darin einen lukrativen Markt erkannt.
Eine Wanderausstellung über das Leben dieser "Käfigmenschen" ist ab Freitag in Düsseldorf zu sehen. Gezeigt werden Bilder der Fotografen Leung Yiu Wing, Chung Cheuck Ming und Kevin Lee on Man, wie das bischöfliche Hilfswerk Misereor als Veranstalter in Düsseldorf mitteilte.
Die Ausstellung mit dem Titel "Daheim auf 2 qm - Vom Leben im Käfig" ist bis einschließlich 12. September in der Galerie Lausberg zu sehen. Vom 13. bis 27. September werden die Fotografien in der Bunkerkirche im Stadtteil Heerdt gezeigt.
Die Ausstellung soll im Spätherbst unter anderem nach Fulda, Frankfurt, Köln und Aachen gehen.
Öffnungszeiten:
Die Ausstellung ist vom 13. bis 27. September in der Bunkerkirche am Handweiser in Düsseldorf zu sehen. Öffnungszeiten sind donnerstags 18.30 bis 20 Uhr, samstags 15 bis 18 Uhr und sonntags 9.30 bis 17 Uhr. Weitere Informationen gibt es unter www.friedensort-bunkerkirche.de
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