Bayreuther Festspiele: "Tristan und Isolde" wieder aufgeführt
zuletzt aktualisiert: 26.07.2008 - 22:57Bayreuth (RPO). Richard Wagners Oper "Tristan und Isolde" ist bei den 97. Bayreuther Festspielen wieder aufgenommen worden. Seit 2005 wurde das Liebesdrama in Bayreuth nicht mehr aufgeführt. Christoph Marthaler führt Regie.
Die Sänger wurden für ihre gesanglichen Höhepunkte mit großem Beifall bedacht. Trotz gesundheitlicher Probleme begeisterte Irene Theorin als Isolde das Publikum, das wiederum bis zu zehn Jahre auf seine Karten für das berühmteste Opernfestival der Welt gewartet hatte. Wie zuvor stand auch in diesem Jahr Peter Schneider am Dirigentenpult.
In der Hauptrolle war erneut Robert Dean Smith zu erleben. Der 52-jährige amerikanische Tenor hatte seine Karriere einst als lyrischer Bariton begonnen, wechselte dann aber ins Tenorfach. Die in den vorherigen Aufführungen stürmisch umjubelte Nina Stemme als Isolde war in diesem Jahr nicht mit von der Partie.
Die Rolle wurde von der schwedischen Sopranistin Theorin verkörpert, die für ihre hochdramatische Wagnerstimme, die am Samstag leider an großer Textunverständlichkeit litt, an vielen Opernhäusern bekannt ist. In der Rolle des König Marke glänzte Robert Holl, der mit jedem Wort zu verstehen war. Das galt allerdings nicht für Michelle Breedt als Brangäne.
Auf Anna Viehbrocks Bühne im Stil der 50er Jahre wurde ein öder Saal zum Einheits-Bühnenraum. Zunächst stellte er den Salon eines Passagierdampfers dar, auf dem Isolde zu Bräutigam Marke gebracht wird. Später wird der Raum zum Sanatorium, in dem Tristan schließlich stirbt. Starr und emotionslos lässt Regisseur Marthaler die beiden unglücklich Liebenden agieren, eine körperliche Zuwendung der beiden gibt es nicht.
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