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Düsseldorf
Kunstsammlung stellte Malewitsch zu früh vor

Düsseldorf. Die Aufregung war groß, als sich vor zwei Wochen ein angebliches Gemälde des Konstruktivisten Kasimir Malewitsch als Fälschung erwies. Die in Düsseldorf ansässige Dr.-Harald-Hack-Stiftung hatte das Bild, dessen Wert auf eine zweistellige Millionensumme geschätzt wurde, in gutem Glauben der Kunstsammlung NRW geschenkt, nachdem es jahrzehntelang im Ludwigshafener Wilhelm-Hack-Museum gehangen hatte.

Wie jetzt ein Sprecher der aus drei Vorständen bestehenden Stiftung, der anonym bleiben möchte, unserer Redaktion sagte, ist der Vorstand sehr betroffen davon, dass sich das Gemälde als Fälschung erwiesen hat. Ein Grundgedanke des Vertrags, der mit der Kunstsammlung NRW geschlossen wurde, sei allerdings gewesen, dass zuerst die Echtheit geprüft werden sollte. Stattdessen hatte die damalige Direktorin des Museums, Marion Ackermann, die Schenkung in einer Ausstellung gleich der Öffentlichkeit vorgestellt und das Bild erst später untersuchen lassen. Das Vorstandsmitglied vermochte weder Auskunft darüber zu geben, was mit dem Bild geschieht, noch hat seinen Worten zufolge die Kunstsammlung den Stiftungsvorstand über das Prüfergebnis informiert. Das Vorstandsmitglied: "Die Sache ist uns natürlich extrem unangenehm, aber sie ist jetzt nicht mehr unser Thema."

(bm)
 
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