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Duisburg
Lehmbruck-Museum gibt Nolde-Gemälde zurück

Duisburg. Das Duisburger Lehmbruck-Museum wird Emil Noldes Gemälde "Frauen im Blumengarten", das bislang Bestand der Museumssammlung war, an die Erbengemeinschaft Eduard Müller zurückgeben. Diese Entscheidung gab Museumsdirektorin Söke Dinkla nach einer Sitzung des Museumskuratoriums bekannt. Das Kuratorium folgt mit dieser Entscheidung dem Gutachten der Restitutionsforscherin Beate Schreiber, die vom Lehmbruck-Museum beauftragt worden war, die Ansprüche der Erbengemeinschaft zu prüfen. Schreiber kam zu dem eindeutigen Ergebnis, dass die ursprünglichen Besitzer das 1916 entstandene Gemälde "NS-verfolgungsbedingt" verloren haben. Das Ehepaar Eduard und Rita Müller hatte das Bild unter dem Druck der nationalsozialistischen Judenverfolgung verkauft. Das Ehepaar konnte nicht mehr vor den Nazis fliehen. Beide Eheleute wurden in Auschwitz ermordet. Von Peter Klucken

Söke Dinkla wird mit der Erbengemeinschaft sprechen, die nun Eigentümerin des Gemäldes mit einem Versicherungswert von einer Million Euro wird. Dinkla hat die Hoffnung, dass die Erben das Gemälde an einen Sammler verkaufen, der bereit ist, die "Frauen im Blumengarten" als Dauerleihgabe im Lehmbruck-Museum zu lassen.

Quelle: RP
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