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Madness kehren mal wieder zurück

Die legendäre Ska-Band veröffentlicht ihr zwölftes Studioalbum.

Dass Madness zum poppigen Weltkulturerbe des British Empire zählen, war spätestens im Sommer 2012 nach dem triumphalen Auftritt anlässlich des diamantenen Thronjubiläums von Queen Elizabeth II. nicht mehr zu leugnen. Auf dem Dach des Buckingham Palace intonierten die vormaligen Ska-oten ihren größten Hit "Our House" und degradierten an diesem Abend alle anderen Künstler mehr oder weniger zu Statisten.

Davon konnte man Ende der 70er zum Beginn der Karriere von Graham "Suggs" Mc Pherson und Co. nicht unbedingt ausgehen. Aber schon damals kam kaum eine Szene-Party ohne die zum körperbetonten Tanz anregenden Stücke "One Step Beyond", "Nightboat To Cairo" oder "My Girl" aus. Es folgte Hit auf Hit, was dazu führte, dass die Gang aus Nord-London zum mutmaßlich erfolgreichsten Single-Act der Achtziger avancierte. Ihr von Best-of-Sammlungen befeuertes Comeback feierten Madness 1992 mit zwei Konzerten und 72.000 Besuchern. Die in Anlehnung an das legendäre Hippie-Festival in Woodstock selbstbewusst "Madstock" betitelten Konzerte erzeugten sogar seismographisch messbare Ausschläge in lokalen Erdbeben-Warten. Kein Witz.

Nicht mehr ganz so laut und lustig waren hingegen die Alben, die Madness in ihrer zweiten Bandphase veröffentlichten. Dies gilt auch für das neue, altersmilde Studioalbum "Can't Touch Us Now", das trotzdem ein würdevolles Memorabile für manische Madness-Fans und nimmermüde Nostalgiker ist.

(ahu)
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