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Hamburg
Maria Callas - vom Staube befreit

Hamburg. Historische Aufnahmen der legendären Sopranistin wurden einem genialen Remastering unterzogen. Von Wolfram Goertz

Menschen mit einem gesunden Verhältnis zu den Grundrechenarten werden einwenden: Das ist nun aber die x-te Version einer Edition mit Arien von Maria Callas! Der Einwand geht in Ordnung, aber wenn man eine einigermaßen gute Soundanlage daheim hat, dann merkt man den Unterschied sofort: Die Aufnahmen klingen auf unfassbare Weise wie von einer Rauschschlacke befreit.

Was unsereiner nur laienhaft formulieren könnte, wird vom Fachmann mit "High-Definition Remastering" bezeichnet. Man nimmt sich dabei sozusagen das alte Originalband und unterzieht es detektivischen Manövern der Fremdkörpertilgung, zu denen sonst vermutlich nur die Labore der Landeskriminalämter befähigt sind. Es ist faszinierend: Der Schleier ist wirklich weg.

Der Toningenieur Allan Ramsey von den Londoner Abbey Road Studios sagt es so: "High-Definition vermittelt ein Klangerlebnis, das bis jetzt nur denjenigen vorbehalten war, die bei den Callas-Aufnahmen dabei waren oder Zugriff auf das Originalband hatten. Es ging uns darum, Staub zu putzen und das Glas abzuwischen." Das ist grandios gelungen. Was wir hören? Die alten Nummern: Bellini, Puccini, Catalani, Verdi, Bizet, Rossini. Also das Schönste aus dem Mund der Besten.

Info "The new sound of Maria Callas" (Warner, 3 CD)

Quelle: RP
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