Ausstellung: Marilyn Monroe - ein unsterblicher Traum
zuletzt aktualisiert: 24.03.2006 - 07:25Hamburg (rpo). Marilyn Monroe ist "Legende, Mythos und Ikone" zugleich. Unter diesem Titel widmet sich nun eine Sonderausstellung im Kunsthaus Hamburg dem einstigen Hollywood-Star. Im Juni dieses Jahres wäre Monroe 80 Jahre alt geworden. Die Schau präsentiere sie ganz privat, als von der Öffentlichkeit gestyltes, glamouröses Kunstprodukt sowie in ihrer Tragik als Medienfigur, sagte Kunsthaus-Direktor Klaus Mewes.
Die Schau war zuvor in London, Valencia, Istanbul, Madrid und Cadiz zu sehen. Anschließend gehen die rund 300 Exponate in die USA, nach Kanada, Japan, China und Korea. Allein in Madrid lockten sie über 50.000 Besucher an, in der Hansestadt rechnet man mit 15.000 Interessenten.
Hamburg ist einzige deutsche Station der Schau aus Fotografien, Collagen, Grafiken, Gemälden, Filmen, Skulpturen und Kunstobjekten. So zeigt unter anderem ein Zyklus von Bernard of Hollywood den späteren Star auf seinem Weg "Von Norma Jeane zu Marilyn Monroe 1949-1955". Der Künstler hatte die am 1. Juni 1926 in Los Angeles als Norma Jeane Baker geborene Monroe ab 1946 fast zehn Jahre lang fotografisch begleitet.
Zu sehen sind auch Aufnahmen an den Sets berühmter Filme wie "Misfits" 1960 und "The Seven Year Itch" von 1954 mit jener legendären Szene, in der die Monroe mit fliegendem Kleid über einem Luftschacht steht. Außerdem zeigt die Schau die berühmte Akt-Serie "Red Velvet Pose", zu der die Monroe dem Fotografen Tom Kelly 1949 für nur 50 Dollar Modell gestanden hatte und aus der ein Foto in der ersten Ausgabe des "Playboy" erschien.
Reaktionen zeitgenössischer Künstler dokumentierten den Stellenwert der Monroe als weibliche Ikone der jüngeren Geschichte, sagte Mewes. Die Arbeiten, mit denen Fotografen und Maler sie schon zu Lebzeiten begleiteten, zeigten häufig eine Identifikation mit der Figur Monroe und ihrem Rollenwechsel. Sie sei dadurch vergleichbar etwa mit Elvis Presley als Musik-Ikone oder Che Guevara als Polit-Ikone.
"Marilyn - Legende, Mythos und Ikone" ist bis zum 1. Mai zu sehen.
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