Retrospektive in London: Martin Kippenberger mal privat
zuletzt aktualisiert: 25.01.2006 - 12:23London (rpo). In der Londoner Tate Modern dreht sich bald alles um den deutschen Künstler Martin Kippenberger. Eine Retrospektive umfasst mehr als 200 Werke des in Großbritannien kaum bekannten Künstlers, der 1997 im Alter von erst 44 Jahren starb. Die Ausstellung ist in acht Räumen chronologisch aufgebaut. Es werden auch Werke aus Privatsammlungen gezeigt.
Im Zentrum der vom 8. Februar bis 7. Mai laufenden Retrospektive mit Gemälden, Zeichnungen, Skulpturen und Installationen steht Kippenbergers riesige Installation "Das Happy End für Franz Kafkas 'Amerika'", das unter anderem aus rund 50 Tischen und Stühlen besteht. In einem weiteren Raum sind mehr als 20 Bilder mit dem Format 180 mal 150 Zentimeter ausgestellt - zum Beispiel die "Sympathische Kommunistin" und die "Muttergedächtnisstube".
Kippenbergers Inspirationsquellen waren neben der Popkultur, der Politik, der Geschichte und der Architektur oft Alltagsgegenstände sowie sein eigenes Leben. Die Schau stellt auch dar, welchen Einfluss der in Dortmund geborene extravagante Deutsche auf die europäische Kunst hatte. Nach London wird die Retrospektive in Düsseldorf gezeigt werden.
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