Edamer, vollfett, ist wieder im Angebot. In einer überarbeiteten Neuauflage bringt der Unionsverlag Willem Elsschots rund 70 Jahre alte "Käse"-Geschichte in die Regale und rollt humorvoll die aktuelle wirtschaftliche Lage auf.
"Käse" von Willem Elsschot. Foto: rpo
Der Roman handelt um den Büroschreiber Frans Laarmans, der einer Abneigung gegen Käse zum Trotz sein Glück im Handel mit dem Milcherzeugnis sucht. Frans Laarmans, der sich als Kaufmann einen Stand in der Gesellschaft sichern will, der es der Familie und vor allem sich beweisen will. Er wird Generalvertreter einer niederländischen Firma für Belgien und Luxemburg und sogar Präsident des Fachverbandes Belgischer Käsehändler, stürzt sich in die Planungen und in "die Käsewelt".
Doch Frans Laarmans ist kein Macher. Er ist einer, der sich windet, sich verzettelt - und den man sich herrlich als Loriot-Figur vorstellen kann. Das Geschäft kommt nicht ins Laufen, Laarmans muss seine Niederlage eingestehen, und hat noch lange mit der "Heilung meiner Käsewunden" zu schaffen. Ein Trost: Zu Hause wird seitdem nie mehr über Käse gesprochen.
"Käse" ist ein weich schmelzender Roman voller skurrilem Humor und Ironie - mit einer harten Rinde: dem Hintergrund von Wirtschaftskrise, Arbeitslosigkeit und gesellschaftlichem Druck.
Von Silvia Vogt
| Buchdaten: |
| Buchtitel: |
Käse |
| Genre: |
Belletristik |
| Autor: |
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| Ersterscheinung: | Februar 2004 |
| Preise: |
| Verlag: | Unionsverlag |
| Buchart: | Taschenbuch |
| ISBN: | 3-293-00331-1 |
| Preis: | 14.80 EUR |
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