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Köln
Muse begeistern 19.000 Fans in der Kölner Arena

Köln. Viel Radiohead, ein bisschen Coldplay, etwas U2 und auch ein wenig Bach - das sind die Zutaten, aus denen das Kölner Konzert der britischen Alternative-Rocker Muse bestand.

Es begann wie ein bachscher Choral. Während das erste Mal ferngesteuerte Drohnen durch die seit langem ausverkaufte Arena flogen, erzählte hoher, mehrstimmiger Gesang von Familien, die lediglich per Knopfdruck getötet werden, von Leben also, die zwischen Fingern und Daumen am seidenen Fäden hängen.

Das aktuelle, frisch mit dem Grammy prämierte Album "Drones" hat die neue grausame, weil noch unpersönlichere Art der Kriegsführung zum Thema. Fans und Kritiker bemängeln, dass unter der Konzept-Schwere der musikalische Flow leide. Live ist das allerdings nicht zu hören und zu erkennen.

19.000 Menschen feiern neues wie altes Material mit größtem Enthusiasmus. Sie feiern ohrenbetäubende, aber auch beeindruckend präzise und akzentuierte Rockmusik, die zwischen den komplexen Strukturen von Radiohead und dem massenverführenden Pop von Coldplay schwankt.

(mfk)
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