Zweiter wurde Techno-Band Scooter: 92,05 %: Max fährt für Deutschland nach Istanbul
zuletzt aktualisiert: 19.03.2004 - 22:35Düsseldorf (rpo). Mit dem Song "Can't Wait Until Tonight" hat Maximilian Mutzke am Freitagabend in Berlin das Ticket für Istanbul gelöst: Der 22-Jährige setzte sich im direkten Duell gegen die Techno-Musik von Scooter sehr deutlich durch.
Der Abiturient setzte sich am Freitagabend in einem spannenden Finale mit 92 Prozent gegen die Techno-Band Scooter durch. Damit wird Max - mit bürgerlichem Namen Maximilian Mutzke - am 15. Mai in der Türkei für Deutschland singen.
Mit seinem Siegertitel "Can't Wait Until Tonight" brachte der Newcomer die Arena in Berlin Treptow zum Kochen. Max überzeugte seine Fans mit Stimme, Ausdruck und einer natürlichen Ausstrahlung. Der Gewinner hatte sich in der Casting-Show von Stefan Raab durchgesetzt und in dem ehemaligen Grand-Prix-Gewinner auch seinen Mentor und Produzenten gefunden.
Für Überraschung sorgte der zweite Platz für Scooter. Die Hamburger haben zwar schon rund zehn Millionen Tonträger verkauft und ihre Titel in mehr als 30 Ländern veröffentlicht, waren aber bislang nur eingefleischten Techno-Fans ein Begriff.
Grand Prix soll laut NDR internationaler werden
Die Organisatoren hatten den Grand Prix in diesem Jahr gründlich erneuert und moderner gemacht. Der Song Contest solle internationaler werden, sagte NDR-Unterhaltungschef Jürgen Meier-Beer. Erstmals mussten sich die Künstler mit ihren Titeln vorher im Musiksender Viva platzieren. Auch eine Teilnahme über so genannte Wild Cards war möglich, wenn der Titel unter die Top 40 der deutschen Charts kam. Trotz vieler Neuerungen blieb die Kür des Siegers aber den Fernsehzuschauern vorbehalten. Per Anruf oder SMS konnten sie den Gewinner bestimmen.
Die Mischung der Künstler war in diesem Jahr so bunt wie noch nie. Alle Stilrichtungen von Rap über HipHop, Techno, Pop bis zum Folk-Rock waren vertreten. Um die Teilnahme am Grand Prix sangen unter anderem der Soul-Pop-Sänger Laith-Al-Deen, die Rapperin Sabrina Setlur und die Elektro-Punk-Band Mia aus Berlin.
Der Grand Prix d'Eurovision wurde 1956 als Schlagerwettbewerb ins Leben gerufen. Erster Gewinner war Freddy Quinn. Für Künstler wie Katja Ebstein, Gitte, Joy Fleming oder Mary Roos war die Teilnahme ein Karrieresprungbett. 1982 gelang Deutschland mit Nicole und ihrem Lied "Ein bisschen Frieden" erstmals und bisher einmalig der Sieg bei dem internationalen Wettbewerb.
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