Eurovision Song Contest 2008: "Es war ein desaströser Auftritt der No Angels"

zuletzt aktualisiert: 25.05.2008 - 11:20

Düsseldorf (RPO). Zuversichtlich gingen die No Angels beim Eurovision Song Contest an den Start - und teilten sich am Ende mit Großbritannien und Polen den letzten Platz. "Es war ein desaströser Auftritt der No Angels" - die Reaktionen unserer Leser sind vernichtend. Doch auch von alten Grand-Prix-Hasen hagelt es nun Kritik.

Die No Angels waren mit "Disappear" angetreten, um die europäische Musikkrone zu erobern. Die Röcke waren kurz, die Windmaschinen im Einsatz, die Posen saßen. Doch aus dem Sieg wurde nichts. Nicht einmal für einen Platz im Mittelfeld reichte es: Ganze 14 Punkte konnte der deutsche Beitrag erhalten - zwölf, weil die Landsleute von Sängerin Lucy für sie stimmten, zwei weitere, die die Schweiz beisteuerte. 

"Ein Desaster" urteilte Thomas Hermanns. Und auch No-Angels-Mitglied Jessica gab zu, "etwas geschockt" zu sein. Dennoch sei sie sehr stolz. Band-Kollegin Sandy betonte gar: "Das war wirklich eine geile Performance." Sie seien mehr als zufrieden damit und hätten "ganz oben mithalten" können. "Wie die Länder dann gestimmt haben - ja, das ist einfach so, das muss man so hinnehmen."

Verklärte Wahrnehmung? Die Leser da draußen waren in der Mehrzahl alles andere als begeistert. Einige Leser sahen - oder besser - hörten den Auftritt der No Angels offenbar anders als Sängerin Sandy: Die Töne hätten nicht gesessen, urteilte einer, andere gaben hingegen nicht den Sängerinnen, sondern dem DJ die Schuld: Er soll den Gesang der vier Mädels einfach schlecht abgemischt haben.



Eine ganz andere Quelle des deutschen Grand-Prix-Übels hat indessen der Komponist Ralph Siegel ausgemacht: Er gibt dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) die Schuld für das schlechte Abschneidern der No Angels. "Beim NDR wird bei der Vorauswahl erst gar nicht nach Siegern gesucht", sagte der 62-Jährige der "Bild am Sonntag".

Die federführende ARD-Anstalt wolle "nur Leute, die ein Liedchen trällern und die Einschaltquote rauftreiben - und fertig. Mit so einer Einstellung kann es nichts werden". Siegel hat mit Nicoles "Ein bisschen Frieden" Deutschland 1982 den bislang einzigen Sieg beim Grand Prix beschert. In den vergangenen vier Jahren seien seine Lieder aber vom NDR abgelehnt worden, kritisierte Siegel.


Weitere Fotos zu diesem Thema



 
Artikel der Rubrik Kultur
 
Verlinken Sie auf diesen ArtikelVerlinken Sie auf diesen Artikel
 
 
Autor: Atze07 | 25.05.08 22:42 (1/15)
und es sind trotzdem
Hampel-Hippen!
Kommentar lesenswert?   Weiterlesen und bewerten

Autor: syjean | 25.05.08 21:10 (2/15)
no angels
wir wissen alle das die no angels super gut singen können, leider kam das absolut nicht gut rüber, man hatte den eindruck, das die technik überhaupt nicht stimmte. die stimmen waren kaum zu...
Kommentar lesenswert?   Weiterlesen und bewerten

Autor: nielson | 25.05.08 16:13 (3/15)
@marco barzane
Volle Zustimmung. Was fehlt sind anständige Musiksendungen. Man kann ja über Musikladen, Beatclub, Disco oder Hitparade denken wie man mag - aber immerhin war aktuelle Musik jeder Stilrichtung...
Kommentar lesenswert?   Weiterlesen und bewerten

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:



 
BLOGEINTRÄGE ZU DIESEM ARTIKEL

powered by
google
Fragen, Kritik, Ideen? Schreiben Sie uns!
FOTOSTRECKEN KULTUR
Star-Auflauf bei der Premiere des Films "Valentinstag" in Los Angeles: Hier strahlt Jessica Biel in die Kamera.
Star-Treffen für den Valentinstag
Star-Auflauf bei der Premiere des Films "Valentinstag" in Los Angeles:... mehr 
 
Star-Auflauf bei der Premiere des Films "Valentinstag" in Los Angeles: Hier strahlt Jessica Biel in die Kamera.
Star-Treffen für den Valentinstag
Star-Auflauf bei der Premiere des Films "Valentinstag" in Los Angeles:... mehr 
Die Bronzeskulptur "Homme qui marche" des Schweizer Bildhauers Alberto Giacometti hat bei einer Sotheby's-Auktion den Rekoprdreis von 74 Millionen Euro erzielt.
Giacometti-Skulptur für 74 Millionen Euro versteigert
Die Bronzeskulptur "Homme qui marche" des Schweizer Bildhauers Alberto... mehr 
Der Maler Walton Ford zeigt Tiere als Bestien. Und kritisiert damit die seiner Sicht nach verzerrte Wahrnehmung durch den Menschen.
Die Bestien des Walton Ford
Der Maler Walton Ford zeigt Tiere als Bestien. Und kritisiert damit die... mehr 
Er sieht gut aus, er ist smart, und alles was er braucht, passt in einen Rucksack: Ray Bingham (George Clooney) ist ein Nomade des Kapitalismus. Der charmant böse Unternehmensberater fliegt durch die USA, um im Firmenauftrag deren Angestellte zu entlassen. Mit dem Oscar-nominierten Film "Up in the Air" brilliert George Clooney in einer seiner besten Rollen. Wir zeigen Ihnen, worum es in dem Film geht.
Szenen aus "Up in the Air" mit George Clooney
Er sieht gut aus, er ist smart, und alles was er braucht, passt in einen... mehr 
 
TOP-SERVICES
Anzeige:
IHR RP ONLINE
facebook Werden Sie unser Freund bei Facebook   Twitter Aktuelle News sowie Infos aus der Redaktion - direkt bei Twitter   Für Düsseldorf, Duisburg, Leverkusen, Solingen, Remscheid und Mönchengladbach haben wir Heimatprofile angelegt. Werden Sie unser Freund bei StudiVZ/MeinVZ
 


NEUE PARTNER
www.jugendfeuerwehr-juechen.de
Seit 1994 existiert die Jugendfeuerwehr in der Gemeinde Jüchen und hat derzeit rund 30 Mitglieder im Alter zwischen 10 und 18 Jahren. Zu ihren Aufgabenbereichen zählt vor allem die Jugendarbeit sowie das Lehren von feuerwehrtechnischem Wissen in Theorie und Praxis.
mehr Infos
 
WEITERE AKTUELLE NACHRICHTEN VON RP ONLINE
 
 
 
 
 
Kalaydo stellen auto immobilien marktplatz inserieren
 
Aktuelles aus der Region Services Suche Videos
Einloggen Gast