Wien (RPO). Ein Liedchen auf der Karottenflöte gefällig? Klingt komisch, ist aber wahr: Das Wiener Gemüseorchester macht Musik auf selbst gebauten Instrumenten aus frischem Gemüse.
Mit Gurkophon, Karottenflöte, Lauchgeige und vielen anderen essbaren Instrumenten gibt das elfköpfige Orchester weltweit Konzerte. Nach jedem Konzert wird aus den Instrumenten eine Gemüsesuppe gekocht, die dem Publikum serviert wird.
Vor ihren Auftritten kaufen die Musiker ihr "Rohmateriel" auf einem Wochenmarkt. Das Gemüse muss frisch sein und die richtige Form besitzen, denn der Bau der Instrumente ist nicht einfach, erklären die Musiker auf ihrer Homepage http://www.gemueseorchester.org/. Anleitungen zum Nachbauen gibt es leider nicht.
Ein Liedchen auf der Karottenflöte klingt anders als ein Stück auf einer normalen Flöte. Der Klang der Gemüseinstrumente lässt sich nicht mit dem gängiger Instrumente vergleichen. Sie hören sich teilweise wie Tiergeräusche an. Die Musiker spielen Free Jazz, experimentelle und zeitgenössische Musik.
Faszinierend finden die Gemüsemusikanten nicht nur, dass sie dem Gemüse unterschiedliche Töne entlocken könne, auch die verschiedenen Gerüche der Gemüsearten sollen für eine besondere Atmosphäre bei den Konzerten sorgen.Das "Wiener Gemüseorchester" ist kein "Just for Fun"-Projekt. Die Mitglieder sind ernsthafte Musiker und spielen schon seit 1998 zusammen.
Auch wenn der Gedanke naheliegt: Nein, die Gemüsemusiker sind keine Vegetarier, wie sie auf ihrer Homepage versichern.
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