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Legendärer Pianist
Allen Toussaint ist tot

Allen Toussaint ist tot
Allen Toussaint wurde 77 Jahre alt. FOTO: dpa, tm ps lb ase
Madrid. Der legendäre Pianist und Songwriter Allen Toussaint aus New Orleans ist nach einem Konzert in Madrid an einem Herzinfarkt gestorben.

Zwar gelang es Rettungskräften am frühen Dienstagmorgen, den 77-jährigen noch einmal wiederzubeleben. Doch hörte Toussaint auf dem Weg ins Krankenhaus auf zu atmen und verstarb, wie ein Sprecher der Rettungskräfte der spanischen Hauptstadt sagte.

Der Musiker schrieb Hunderte Hits, unter anderem die Klassiker "Working in a Coal Mine" und "Lady Marmalade". "In der Musikwelt war er eine Legende", sagte Quint Davis, der Produzent des New Orleans Jazz and Heritage Festivals, bei dem Toussaint häufig aufgetreten war. Der Musiker war in der Metropole im US-Staat Louisiana geboren worden und wurde einer der bekanntesten Künstler und Persönlichkeiten der Stadt.

1960 startete er seine Karriere zunächst als Produzent beim Plattenlabel Mint Records. Dann wurde er für zwei Jahre zur Armee eingezogen. 1973 gründete er mit dem Songwriter Marshall Sehorn ein eigenes Aufnahmestudio, das Sea-Saint Studio. Dort arbeitete er mit Musikern wie Paul Simon, Paul McCartney, Patti LaBelle, Joe Cocker und Elvis Costello.

2005 wurden das Studio und sein Haus während des Hurrikans Katrina geflutet. Toussaint verlor zahlreiche Manuskripte, goldene Schallplatten und Kostüme. Danach lebte er zeitweise in New York.

Schon 1998 wurde er in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen, 2009 erhielt er einen Sonderpreis bei der Grammy-Verleihung und 2013 die National Humanities Medal von Präsident Barack Obama.

(ap)
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