Rockstar trifft US-Präsidenten in Washington: Bono streitet mit Bush über Aids-Programme
zuletzt aktualisiert: 17.09.2003 - 10:22Washington (rpo). Dass Geld für Finanzierung von Aids-Programmen her muss, darin sind sich der irische Rockstar Bono und US-Präsident George W. Bush einig. Über die Höhe der benötigten Gelder kam es bei einem Treffen in Washington jedoch zum Streit.
"Ihm liegen diese Probleme am Herzen, und ich glaube ihm", erklärte der Sänger der Band U2. "Mit den Zahlen bin ich jedoch nicht einverstanden."
Bush unterzeichnete im Mai den Global Aids Act, der drei Milliarden Dollar für die Finanzierung von Aids-Programmen weltweit im Jahr 2004 vorsah. Der Kongress strich die Summe auf zwei Milliarden zusammen. Der Präsident und Mitglieder des Kongresses erklärten, die Entwicklungsländer hätten keine Verwendung für mehr Geld.
Bei der Aids-Epidemie handele es sich um einen Notfall, sagte Bono. Mehrere tausend Menschen fielen täglich der Krankheit zum Opfer. Der Sänger trat wegen der Aids-Bekämpfung schon mehrfach in Kontakt zur US-Regierung. So reiste er im Mai 2002 mit dem damaligen US-Finanzminister Paul O'Neill nach Südafrika, um die dortige Lage zu begutachten. Er traf sich außerdem mit dem französischen Präsidenten Jacques Chirac und setzte sich bei ihm für höhere Ausgaben für die Aids-Bekämpfung ein.
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