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Mitbegründer der Grunge-Bewegung
US-Rocksänger Chris Cornell gestorben

Aus dem Leben von US-Rockstar Chris Cornell
Aus dem Leben von US-Rockstar Chris Cornell FOTO: ap
Detroit. US-Rocklegende Chris Cornell ist tot. Er starb am Mittwochabend im Alter von 52 Jahren plötzlich und unerwartet in Detroit. Zuvor war er noch mit seiner Band Soundgarden aufgetreten.

Der Rockmusiker habe sich das Leben genommen, teilten die Behörden am Donnerstag mit. Er habe sich am Mittwochabend (Ortszeit) kurz nach einem Konzert mit seiner Band in Detroit erhängt. Schon zuvor hatte die Polizei erklärt, sie gehe von einem "möglichen Suizid" aus.

Von diesen Menschen nahmen wir 2017 Abschied FOTO: dpa, bsc

Cornells Frau Vicky und die Familie seien schockiert von seinem "plötzlichen und unerwarteten Ableben", sagte der Sprecher des Musikers, Brian Bumbery. Cornell gehörte zu den Mitbegründern der Grunge-Bewegung in der 1990er Jahren.

Noch am Mittwochabend hatte Cornell mit seiner Band Soundgarden ein Konzert in Detroit gegeben. Vor dem Auftritt hatte der Musiker seinen letzten Tweet abgesetzt: Ein Bild vom Auftrittsort, dem "Fox Theatre" und die Worte "#Detroit – endlich zurück in Rock City!!!".

Gemeinsamkeit mit Kurt Cobain

Ebenso wie Nirvana-Frontmann Kurt Cobain stammte Cornell aus Seattle, wo der Grunge geboren wurde. In seiner Jugend begann Cornell als Schlagzeuger, schmiss die High School und arbeitete als Koch, bevor er seine Gruppe Soundgarden gründete, wie die Musik-Website "allmusic.com" in der Biografie des Sängers verzeichnet.

Mitte der 80er Jahre bis zu ihrer vorläufigen Auflösung 1997 war Soundgarden eine der erfolgreichsten US-Bands im Bereich Grunge und Alternative Rock. Ihr größter Hit: "Black Hole Sun". Danach war Cornell zunächst vor allem solo unterwegs; einem breiteren Publikum bekannt wurde er mit dem Song "You Know My Name" aus dem James-Bond-Film "Casino Royale".

Außerdem war Cornell Frontmann der Alternative-Rock-Formation Audioslave, die aus ihm sowie den Muiskern der Band Rage Against the Machine bestand – ohne den Rage-Sänger Zack de la Rocha. 2010 kam es zur Wiedervereinigung von Soundgarden, doch an die früheren Erfolge konnte die Band nicht mehr anknüpfen.

(th/wer/dpa/afp)
 
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