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Mitbegründer der Grunge-Bewegung
Chris Cornell hat sich offenbar umgebracht

Aus dem Leben von US-Rockstar Chris Cornell
Aus dem Leben von US-Rockstar Chris Cornell FOTO: ap
Los Angeles. Mit Chris Cornell hat die Grunge- und alternative-Rock-Szene einen ihrer Größten verloren. Sein Tod gibt den Behörden allerdings Rätsel auf. Viele Stars und Fans betrauern den Rockstar im Internet.

Chris Cornell, der Sänger der Band Soundgarden, hat sich offenbar selbst getötet. Der 52-Jährige habe sich selbst in seinem Hotelzimmer erhängt, berichtete der Sender CNN in der Nacht zum Freitag unter Berufung auf eine Mitteilung der Gerichtsmedizin. Cornell, der zu den Mitbegründern der Grunge-Bewegung gehört hatte, war am Donnerstag tot in einem Hotelzimmer in der Metropole Detroit im US-Bundesstaat gefunden worden.

Zahlreiche Stars und Fans betrauerten den Musiker im Internet. "Schockiert und traurig über den plötzlichen Tod von Chris Cornell", schrieb Sänger Elton John beim Kurznachrichtendienst Twitter. "Ein großer Sänger, Songschreiber und der netteste Mann." Musiker Dave Navarro schrieb, er sei "geschockt". "So ein schrecklicher und trauriger Verlust. Ich bin in Gedanken bei seiner Familie." Cornell sei "unglaublich talentiert" gewesen, schrieb Musiker Jimmy Page. "Unglaublich jung und er wird unglaublich vermisst werden."

Letztes Konzert mit Soundgarden am Mittwoch

Noch am Mittwochabend hatte Cornell mit seiner Band Soundgarden ein Konzert in Detroit gegeben. Vor dem Auftritt hatte der Musiker seinen letzten Tweet abgesetzt: Ein Bild vom Auftrittsort, dem "Fox Theatre" und die Worte "#Detroit - endlich zurück in Rock City!!!".

Ebenso wie Nirvana-Frontmann Kurt Cobain stammte Cornell aus Seattle, wo der Grunge geboren wurde. In seiner Jugend begann Cornell als Schlagzeuger, schmiss die High School und arbeitete als Koch, bevor er seine Gruppe Soundgarden gründete, wie die Musik-Website "allmusic.com" in der Biografie des Sängers verzeichnet.

Cornell sang einen James-Bond-Titelsong

Mitte der 80er Jahre bis zu ihrer vorläufigen Auflösung 1997 war Soundgarden eine der erfolgreichsten US-Bands im Bereich Grunge und Alternative Rock. Ihr größter Hit: "Black Hole Sun". Danach war Cornell zunächst vor allem solo unterwegs; einem breiteren Publikum bekannt wurde er mit dem Song "You Know My Name" aus dem James-Bond-Film "Casino Royale".

Außerdem war Cornell Frontmann der Alternative-Rock-Formation Audioslave, die aus ihm sowie den Musikern der Band Rage Against the Machine bestand - ohne den Rage-Sänger Zack de la Rocha. 2010 kam es zur Wiedervereinigung von Soundgarden, doch an die früheren Erfolge konnte die Band nicht mehr anknüpfen.

(dpa)
 
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