CD-Kritik: Cyndi Lauper: The Body Acoustic
zuletzt aktualisiert: 22.02.2006 - 10:14Große Erfolgte konnte sie in den 80ern verbuchen und war damit direkte Konkurrenz für Madonna. Nach vielen ruhigeren Jahren meldet sie sich nun zurück ins Musikgeschäft und folgt dem Beispiel von Alanis Morissette, die ihr erstes Erfolgsalbum neu eingespielt hat. Damit will sie aus den unteren Charts-Regionen wieder ans Tageslicht gelangen. Immerhin hatte Cyndi Lauper eine Glanzzeit, die sie wiederbeleben kann. "The Body Acoustic" bringt ihre alten Hits zurück.
Das Album bietet mehr oder minder akustische Neueinspielungen. "Time after Time" ist zu einer flottere Ballade zur zwölfsaitigen Gitarre geraten, die Cyndi Laupers Stimme - stets zwischen kieksendem Überschnappen und rauchigem Kneipentimbre hin- und herschwingend - ausgezeichnet zur Geltung bringt. Das einstmals kesse "She Bop", das in den 80ern als skandalöse Masturbationsfantasie aufgefasst wurde, hat Cyndi Lauper etwas arg ins Tori-Amos-hafte gedreht - nur dass statt eines Pianos einmal mehr die Gitarre zum Einsatz kommt. So ganz scheint Cyndi Lauper der Strahlkraft der reduzierten Akustiksongs selbst nicht zu trauen.
"Girls just want to have Fun" ist, komplett elektrifiziert, als munterer Disco-Feger gedacht, der mit zischenden Off-Beat-Hi-Hats und einer hörbar gut gelaunten Bläsergruppe Lust aufs Tanzen machen soll. "The Body Acoustic" macht insgesamt vor allem Laune auf ein wirklich neues Album von Cyndi Lauper. Denn mit dieser Stimme könnte sie fast alles singen - nicht immer nur "Time after Time".
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