"EinsLive Krone" mit Raab und Schneider: Die Show der schrägen Entertainer
VON C. BOISSEREE UND C. SIEDENTOP - zuletzt aktualisiert: 03.12.2010 - 13:36Er hatte eine gute Show versprochen und er hielt sein Versprechen. Stefan Raab hatte zuvor den Sonderpreis der "EinsLive Krone" für "besondere Verdienste" erhalten. Dann lieferten die beiden Entertainer Raab und Schneider mit ihrem grandiosen Auftritt den Höhepunkt einer unterhaltsamen Preisverleihung.
"Das beste kommt zum Schluss", das hat bei dem Radiopreis schon Tradition. Um kurz vor 23 Uhr betrat Unterhaltungs-Urgestein Helge Schneider die Bühne, um die Laudatio für den Sonderpreis zu halten. Und seine Lobeshymne auf Raab hielt, was man von ihr erwartete. Es wurde skurril. Zunächst kramte Schneider in seinen Taschen viele zerknüllte Zettel hervor, sortierte sie anscheinend - und las dann unter dem Gejohle der Zuschauer seinen Einkaufszettel vor.
Dann fand er doch noch die Rede und stammelte sich in gewohnter Manier durch den Text. "Geboren als Sohn war er der erste Reiche der Straße", sagte Schneider radebrechend, "dann zog es ihn erstmal zum Zahnarzt". Schneider würdigte den Preisträger- ohne zunächst seinen Namen zu verraten: "Wir kennen ihn alles aus dem Fernsehen, wo er aber erst nicht war - aber dann." Und spielte auf Raabs halsbrecherische Stunts und Shows an: "Heute zählt er zu den einzigen Typen, der Hubschrauber fliegt und dabei häkelt".
Und damit auch alle ohne viele Worte erfahren konnten, warum Raab den Preis verdient hat, liefen die Höhepunkte aus seiner Karriere als Bilder über die Videoleinwand. Die skurril-humorvolle Laudatio kam an, ebenso wie der Preisträger. Der Saal tobte. Stefan Raab wurde mit minutenlangen Applaus und stehende Ovationen gefeiert.
Raab plaudert über Film mit Ralf Möller
Der Showmaster von Prosieben hielt sich in seiner Dankesrede kurz. Er bewies jedoch, dass er auch aus einer knapp drei Minuten eine Inszenierung machen kann. Immer wieder wurde er durch Kommentare von Helge Schneider unterbrochen. Ansonsten bedankte sich Raab ausführlich bei EinsLive: für die Möglichkeit 1997 Radio zu machen, die Unterstützung bei seinen ersten Grandprix- Auftritten und für die Hilfe beim Gewinn des Eurovision Contests 2010.
In seiner gewohnt siegessicheren Art kündigte er dann auch direkt die Titelverteidigung 2011 an. Außerdem sinnierte der Entertainer über ein mögliches Filmprojekt mit Ralf Möller, schließlich sei Film "das Einzige, was ich noch nicht gemacht habe".
"Telefonmann" rockt den Saal
Die "Sonderkrone" bekam Raab nicht nur für seine Unterhaltungskunst, sondern auch für sein Talent als Musiker und Produzent. Das sich beides wunderbar kombinieren lässt, dass zeigte Raab im Anschluss an seine Rede. Gemeinsam mit Helge Schneider, dem "größten Entertainer dieses Landes", so Raab, performte er dessen Song "Telefonmann".
Gemeinsam mit seiner Hausband, den "Heavytones" in großer Besetzung, rockte er die Bühne. Das war beste Musik-Comedy. Raab und Schneider beweisen, dass das Beste wirklich immer zum Schluss kommt.
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