Sänger der Toten Hosen

Campino wünscht Angela Merkel "stabile Nerven"

Campino (55) ist der Frontsänger der Band "Die Toten Hosen". FOTO: dpa, bsc hjb

Buenos Aires. Der Sänger der Toten Hosen, Campino, wünscht Kanzlerin Merkel für die anstehenden Jamaika-Verhandlungen "stabile Nerven". Auf seiner Jubiläumstour äußerte sich der 55-Jährige außerdem zur politischen Zukunft Deutschlands. 

"CDU, CSU, FDP und Grüne unter einen Hut zu bringen, das stelle ich mir sehr, sehr anstrengend vor", sagte der 55-Jährige der Deutschen Presse-Agentur in Buenos Aires. "Ich wünsche der Frau einfach nur stabile Nerven."

In Argentinien absolvierte die Band in den vergangenen Tagen eine Jubiläumstour - 25 Jahre nach dem ersten Konzert am La Plata. Die Punkrocker aus Düsseldorf sind auch dort Stars und berüchtigt für die wilden Konzerte - viele Fans lernen mit ihren Texten deutsch.

Toten Hosen spielen im Uerige-Zelt auf der Rheinkirmes 2017 FOTO: Anne Orthen

Zugleich betonte Campino: "Ich kann sehr gut damit leben, dass Frau Merkel weiter Kanzlerin bleiben soll." Merkel hatte sich nach der CDU-Wahlparty 2013, als die Parteispitze den Hit "Tage wie diese" intonierte, bei Campino entschuldigt. "Herr Campino, ich rufe an, weil wir letzten Sonntag so auf Ihrem Lied herumgetrampelt sind", sagte Merkel damals laut Campino.

Mit Blick auf den erstmaligen Einzug der rechtspopulistischen AfD in den Bundestag meinte er: "Das Gute an der Situation ist, dass die Konturen geschärft werden, es wird wieder rauchen im Bundestag."

Die Toten Hosen feilen im Studio an neuen Songs FOTO: Carla Meurer

Es sei nun einmal so, dass rund 20 Prozent in Deutschland einfache Lösungen wollten. "Aber wenn es um die Zukunftsvisionen geht, wird auch der mattesten Birne im Land klar werden, dass die AfD hoffentlich eine vorübergehende Erscheinung ist", meinte der Musiker.

(mro/lnw)

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