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Musikpreis
Helene Fischer wird zur Königin des Echos

Das sind die Gewinner des Echo 2016
Das sind die Gewinner des Echo 2016 FOTO: ap
Berlin. In Berlin wurden die Echos verliehen - der wichtigste deutsche Musikpreis. Preise gingen unter anderem an Sarah Connor sowie die umstrittene Deutschrock-Band Frei.Wild. Helene Fischer ist mit nun insgesamt 16 Auszeichnungen Rekord-Gewinnerin beim Echo.

Sarah Connor gehört zu den Gewinnern bei der 25. Echo-Verleihung. Die Sängerin nahm am Donnerstagabend in Berlin sehr gerührt und mit zittriger Stimme die Auszeichnung als beste nationale Künstlerin in der Kategorie Rock/Pop entgegen. Sie gewann gegen Lena, Namika, Nena und Oonagh.

Bester Sänger National wurde Andreas Bourani. Er siegte über Mark Forster ("Bauch und Kopf"), Herbert Grönemeyer ("Dauernd jetzt"), Peter Maffay ("Tabaluga - Es lebe die Freundschaft!") und Johannes Oerding ("Alles brennt"). 

Helene Fischer wird zur Rekord-Gewinnerin

Die große Gewinnerin des Abends war aber einmal mehr Helene Fischer. Die Sängerin gewann vier Echos und führt damit nun die Echo-Bestenliste an - mit insgesamt 16 Auszeichnungen. In diesem Jahr gewann sie die Kategorien "Crossover", "Live-Act national" und "Musik DVD/Blu-ray national". Ihre Platte "Weihnachten" wurde das "Album des Jahres".

Echo 2016: Die Tops und Flops auf dem roten Teppich FOTO: dpa, sab soe

Gewohnt schlagfertig begrüßte Gala-Moderatorin Barbara Schöneberger am Donnerstagabend in Berlin die Größen der deutschsprachigen Musikszene - internationale Prominenz war eher spärlich vertreten. Im Saal saßen unter anderem Udo Lindenberg, Namika, Tim Bendzko, Anna Loos und ihre Band Silly sowie Amy Macdonald.

Preise in 31 Kategorien

Favorit des Abends mit gleich vier Echo-Nominierungen war Rapper Sido ("Astronaut"/Sido feat. Andreas Bourani). Er ging am Ende allerdings leer aus, während Sänger Joris drei Auszeichnungen abräumte ("Newcomer national", Kritikerpreis für sein Album "Hoffnungslos Hoffnungsvoll", Zuschaupreis). In seiner Dankesrede sprach der Sänger unter anderem die Terroranschläge der vergangenen Monate an. "Wir sollten uns niemals die Freude und die Freiheit am Leben nehmen lassen.Ich bleibe hoffnungslos hoffnungsvoll", sagte er.

In 31 Kategorien wurde der Deutsche Musikpreis vergeben. Ausgezeichnet werden jährlich die erfolgreichsten Künstler unter anderem aus den Bereichen Schlager, Rock/Pop, volkstümliche Musik, Dance und Crossover.

Die Band Pur - von einem Konzert in Bremen zugeschaltet - erhielt den Echo als beste nationale Band in der Kategorie Rock/Pop. Sie setzten sich gegen The BossHoss, Revolverheld, Silbermond und Unheilig durch. In der Kategorie Schlager siegte Vanessa Mai mit ihrer Gruppe Wolkenfrei und dem Lied "Wachgeküsst".

Doppelgewinner DJ Robin Schulz

Ebenfalls per Video bedankte sich der belgische DJ des DJ-Projekts Lost Frequencies, der die begehrte Trophäe für den Hit des Jahres abräumte. Der Musiker wurde für seinen Song "Are You with Me" ausgezeichnet. Leer gingen in dieser Kategorie unter anderem Adele ("Hello") und Sido ("Astronaut") aus. Außerdem gewann Lost Frequencies in der Kategorie "Dance international".

Gleich zwei mal auf die Bühne durfte DJ Robin Schulz. Er setzte sich in den Kategorien Dance National und Nationaler Act im Ausland durch. Auch Rapper Kollegah gewann zwei Mal - genau wie im Vorjahr in den Kategorien "Hip-Hop/Urban national" und "Best Interactive Act national".

 Als "Produzent des Jahres" wurde Alex Christensen ausgezeichnet.

Preis für Frei.Wild

Die umstrittene Deutschrock-Band Frei.Wild gewann den Echo in der Sparte Rock/Alternative National. Die Band war 2013 beim Echo noch von der Nominierungsliste gestrichen worden, nachdem andere Gruppen wie Kraftklub mit einem Boykott gedroht hatten. Im Sommer sprachen sich die Südtiroler auf ihrer Internetseite gegen Fremdenhass aus. Die Band erklärte bei der Preisverleihung, sie wolle den Echo in der Öffentlichkeit als Symbol für Widerstand gegen Ausgrenzung präsentieren.

Als beste internationale Künstler erhielten die britischen Superstars Adele und Ed Sheeran den deutschen Musikpreis. Genauso wie Coldplay, die beste internationale Band wurden, kamen sie nicht zu der Verleihung.

Anders James Bay, er nahm seinen Echo als bester internationaler Newcomer in Berlin entgegen und trat auch als Liveact auf. Die amerikanische Hip-Hop Legende Dr. Dre. gewann in der Kategorie "Hip-Hop/Urban international".

Bereits vor der live in der ARD laufenden Gala stand fest, dass Sänger Roland Kaiser einen Echo für sein soziales Engagement bekommt. Er wurde von Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller geehrt. Peter Maffay hielt die Laudatio für die in der DDR bekannt gewordene Band Puhdys. Sie wurde für ihr Lebenswerk ausgezeichnet.

Bereits am Vortag war die ZDF-Kultursendung als "Partner des Jahres" geehrt worden. Die Streaming-Plattform Spotify erhielt einen Echo als "Handelspartner des Jahres".

Alle Gewinner bei den Echos 2016 finden Sie hier.

 

(rent/crwo/dpa)
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