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Vorwürfe aus Russland
ESC-Siegerin Jamala verteidigt ihren Gewinner-Song

Infos: Die Gewinner und Verlierer des ESC 2016
Infos: Die Gewinner und Verlierer des ESC 2016 FOTO: ap, MM
Kiew. Nach ihrem Sieg beim Eurovision Song Contest am vergangenen Samstag wehrt sich die Ukrainerin Jamala gegen Vorwürfe aus Russland, wonach ihr Siegertitel "1944" über die Deportation von Krimtataren zur Stalin-Zeit ein politisches Lied sei. 

"Mein erster Platz ist zu 100 Prozent ein Triumph der Musik", sagte Jamala am Dienstag in der Hauptstadt Kiew. Die 32-Jährige lobte außerdem den russischen Beitrag "You Are The Only One" von Sänger Sergej Lasarew . "Er hatte sich gut vorbereitet und eine starke Nummer", sagte Jamala. Beide hätten sich in Stockholm gegenseitig Glück gewünscht.

ESC 2016: Party auf der Reeperbahn FOTO: dpa, dbo tba

Eine aktuelle Einladung auf die von Russland annektierte Krim werde die Sängerin schon aus Zeitgründen nicht annehmen, sagte ihr Manager Igor Tarnopolski. Die moskautreue Führung der Halbinsel hatte Jamala gebeten, an diesem Mittwoch bei einer Veranstaltung zu singen.

Ein Mitglied der Verwaltung der Krim hatte die Künstlerin aufgefordert, die russische Staatsbürgerschaft anzunehmen. Dies lehnte Jamala ab. "Ich habe die ukrainische Staatsbürgerschaft, eine andere ist nicht notwendig."

Sie beklagte, dass russische Reporter ihre Eltern auf der Krim nach ihrem ESC-Sieg geradezu bestürmen würden. "Die Journalisten schlafen vor dem Haus. Meine Eltern sind nun zu Verwandten gefahren", sagte Jamala in Kiew.

Mehr zum ESC lesen Sie in unserem Dossier.

(mro/dpa)
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