Umstrittene Satire auf Putin: Georgien zieht sich vom Eurovision Song Contest zurück
zuletzt aktualisiert: 12.03.2009 - 09:57Tiflis (RPO). Nach der Disqualifizierung einer Satire auf den russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin zieht sich Georgien vom Eurovision Song Contest in Moskau zurück. Man werde sich nicht dem Druck der Organisatoren beugen und den geplanten Beitrag umschreiben oder ein neues Lied auswählen, erklärten Produzenten und Mitglieder der Gruppe Stephane & 3G am Mittwoch in Tiflis.
Das georgische Kultusministerium kritisierte, die Entscheidung, den Song nicht zuzulassen, sei offensichtlich auf russischen Druck hin erfolgt. Das auf Englisch gesungene Lied hat den Titel "We Don't Wanna Put In". Dies könnte man mit "Wir wollen nichts reintun" übersetzen. So wie der Text vorgetragen wird, klingt es jedoch eindeutig wie "Wir wollen Putin nicht". Die Europäische Rundfunkunion entschied am Dienstag, dies nicht zuzulassen, weil Texte und Gesten politischer Natur bei dem Wettbewerb grundsätzlich verboten seien.
Der diesjährige European Song Contest findet vom 12. bis 16. Mai in Moskau statt. Ursprünglich wollte sich Georgien gar nicht daran beteiligen, da die beiden Länder seit dem Krieg vom vergangenen August keine diplomatischen Beziehungen mehr zueinander unterhalten.
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