Omnia auf "I don't speak Human"-Tour: "Heidnische" Töne in Bochums Christuskirche
VON UWE FELTEN - zuletzt aktualisiert: 20.02.2012 - 21:08Düsseldorf (RPO). Für die Pagan-Folk-Truppe Omnia ist es schon gute Tradition, jedes Jahr eine CD auf den Markt zu bringen. Im letzten Herbst war es "Musik & Poëtree" . Mit Album Nummer 14 und mit einigen älteren Stücken geht die Band nun wieder auf Tour durch Deutschland. Nächste Station ist die Christuskirche in Bochum am 29. Februar.
Für die aktuelle Club-Tour quer durch Deutschland und die Niederlande haben Omnia ihre Set-Liste noch einmal komplett überarbeitet und auch einige alt-bekannte Lieblingsstücke mit neuen Live-Facetten geschmückt. Schneller und tanzbarer, so das Motto der fünf holländischen Ausnahme-Musiker für ihre „I don’t speak Human“-Tour.
Das Instrumentarium von Low Whistle und Schlagwerk über Harfe und Gitarre bis hin zu Slideridoo, Maultrommel, Drehleiher und Hackbrett ist mit von der Partie. Einen ersten Vorgeschmack auf den Abend voller Pagan-Madness liefert übrigens auch der „Tour Song“, den Omnia extra für die „I don’t speak Human“-Tour geschrieben haben: Wer nun fürchtet die ruhigeren Stücke der Truppe seien sang- und klanglos von der Bühne verschwunden, kann aufatmen. Denn Freunde der weicheren Songs kommen bei der „Musick and Poëtree“-Show später im Jahr (siehe Infokasten) dann wieder voll auf ihre Kosten.
Musik mit keltischen und römischen Wurzeln
Die Band verschrieb sich der Wiederbelebung von Musik mit nordeuropäischen, keltischen sowie römischen Wurzeln. Erste Auftritte fanden daher in großen europäischen Museen statt. Später trat der historische Schwerpunkt in den Hintergrund, seitdem dominiert der neo-keltische Stil. Die Liebe zur Natur und zur persönlichen Freiheit sind zentrale Themen und Motive der Band.
Interessanterweise sind die Tracks des aktuellen Albums auf zwei CDs aufgeteilt worden. Auf der ersten CD "Musick" überwiegt der fröhliche Grundton. "Poetree" dagegen überzeugt mit sieben ruhigen und besonders emotionalen Vertonungen.
Der Hörer mag sich fragen, warum die 12 Songs, die insgesamt nur 42 Minuten lang sind, nicht auf einer CD versammelt worden sind (interessanterweise ist jede Scheibe genau 21 Minuten lang). Die bewusste Trennung der Stimmungen bietet dem Hörer die “persönliche Freiheit” zu entscheiden in welche Emotion er eintauchen möchte.
Überzeugen kann aber vor allem das hochwertige Digipack, mit eindrucksvollen Illustrationen, Fotos und allen dazugehörigen Songtexten.
Tourdaten:
29-02 Christuskirche, Bochum
01-03 Sumpfblume, Hameln
02-03 Knust, Hamburg
03-03 Waschhaus, Potsdam
04-03 Lagerhalle, Osnabrück
07-03 LKA-Longhorn, Stuttgart
08-03 KUZ, Mainz
09-03 Centrum, Erfurt
10-03 Backstage, München
11-03 Hirsch, Nürnberg
03-05 Werk 2, Leipzig
04-05 Pankratius Kapelle, Giessen
05-05 Essig Fabrik, Köln
06-05 Tivoli, Bremen
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