Star unter den jungen Violinistinnen: Hilary Hahn verzaubert mit ihrer Geige
zuletzt aktualisiert: 03.02.2011 - 13:25Düsseldorf (RPO). Denkt man an klassische Musik und speziell an Geigenspielerinnen, dann kommt einem natürlich unweigerlich Anne-Sophie Mutter in den Sinn. Aber die Mutter hat inzwischen auch einige Töchter. Eine davon ist die US-amerikanische Violinistin Hilary Hahn.
Auch wenn viele sie so bezeichnet haben, ein Wunderkind wollte sie nie sein, glaubt auch gar nicht, dass es so etwas gibt. "Manche haben mich da als ,Wunderkind' bezeichnet, aber das ist niemand", sagte Hahn vor Jahren der "Zeit". Dahinter stecke immer harte Arbeit. Sie sei überzeugt, dass Talent nicht der entscheidende Faktor für Erfolg sei. Zudem sei wichtig, "Menschen das Gefühl zu vermitteln, sich von klassischer Musik mitreißen lassen zu können, ohne sie vorher studiert zu haben."
Und weil man niemals früh genug mit der Arbeit anfangen kann, wenn man ein großer Star werden will, spielt Hilary Hahn bereits seit ihrem dritten Lebensjahr Geige.
Nach dem Besuch einiger Violinschulen hat sie im Alter von sechs Jahren ihren ersten öffentlichen Auftritt. Mit zehn Jahren gibt sie ihr erstes abendfüllendes Solokonzert und schon mit zwölf spielt sie zum ersten Mal mit einem kleineren Kammerorchester.
Seitdem ist Hahn weit herumgekommen: Bislang hat sie über 800 Konzerte gegeben, davon rund 500 zusammen mit Orchestern. Dabei hat sie mit 150 Dirigenten zusammengearbeitet. In Deutschland gab sie ihr Debüt im Jahr 1995 unter der Leitung von Lorin Maazel mit dem Bayerischen Rundfunksinfonieorchester.
Anfang des Jahres ist eine neue CD von Hilary Hahn erschienen. Darauf spielt sie Violinkonzerte von Pjotr Tschaikowski und von der amerikanischen Komponistin Jennifer Higdon.
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