Iggy Pop: Skull Ring
zuletzt aktualisiert: 22.10.2003 - 10:46Ein Totenschädelring ist nicht jedermanns Geschmack. Aber er ist bei Iggy Pop das Signal für schnörkellosen, wilden Rock mit lärmenden Gitarren, pumpenden Bass und wirbelndem Schlagzeug bis zur (versteckten) Zugabe "Nervous Exhaustion".
Romantische Liebeslieder sind hier nicht zu erwarten, Iggy Pop singt oft von "big tits and high legs", auf "Rock Show" reimt sich auch "Cock" und im "Motor Inn" lebt man in Sünde - jenes andere englische Wort mit vier Buchstaben als "Love" ist ein ständiger Begleiter durch Iggys Rock-Lyrik. Hin und wieder ist Iggy nicht nur obszön, sondern auch richtig zynisch-böse, besonders etwa, wenn er bei "Dead Rock Star" so eindeutig nach David Bowie klingt.
Also: Iggy Pop lässt es 61 Minuten und 46 Sekunden krachen, allein das starke "Till Wrong Feels Right" kommt mit akustischer Gitarre etwas gemächlicher her. "Skull Ring" ist die wilde Scheibe, die man von Iggy Pop erwarten kann, und seine Energie kommt so ungestüm aus den Lautsprechern, als wolle er jedes Geschwafel über Alter und Rockstars mit Schallwellen hinwegfegen. Wer richtig abrocken will, egal wie alt, liegt bei diesem Iggy Pop richtig.
Von Uwe Käding
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum






