Der schmutzige Kampf um die Kinder: Jetzt fordert Jacksons Ex-Frau das Sorgerecht
zuletzt aktualisiert: 02.07.2009 - 21:40Los Angeles (RPO). Michael Jackson ist noch nicht beerdigt, schon bahnt sich eine gerichtliche Auseinandersetzung um das Sorgerecht seiner Kinder an. "Ich will meine Kinder", sagte Debbie Rowe, Ex-Frau des "King of Pop", dem US-Sender NBC.
Rowe ergänzte, dass sie sich in einem Rechtsstreit dafür auch einem psychologischen Test unterziehen würde. Um das Begräbnis und die letzte Ruhestätte des Pop-Idols herrschte weiterhin Unklarheit.
In dem 90-minütigen Interview äußerte sich Rowe erstmals seit dem Tod ihres Ex-Mannes am 25. Juni. Wie NBC auf seiner Internetseite berichtete, erklärte sie sich zu einem DNA-Test bereit, um nachzuweisen, dass sie die biologische Mutter des zwölfjährigen Prince Michael und der elfjährigen Paris sei. Zudem wolle sie eine einstweilige Verfügung gegen Jacksons Vater Joe erwirken, um diesen von den Kindern fernzuhalten.
Rowe im Testament nicht berücksichtigt
Rowe war von 1996 drei Jahre lang mit dem Superstar verheiratet gewesen. In seinem am Mittwoch verlesenen Testament hatte er sie ausdrücklich nicht bedacht. Das Sorgerecht seiner insgesamt drei Kinder übertrug Jackson darin an seine 79-jährige Mutter Katherine und für den Fall von deren Tod an die US-Sängerin Diana Ross. US-Medienberichten zufolge hat Rowe bei der Scheidung auf das Sorgerecht verzichtet.
Jacksons Familie dementierte Berichte, wonach der "King of Pop" auf seiner Neverland-Ranch in Kalifornien öffentlich aufgebahrt und dort auch bestattet werden sollte. Allerdings sei eine öffentliche Gedenkveranstaltung in Planung, Einzelheiten würden in Kürze bekanntgegeben. Jacksons älterer Bruder Jermaine brachte in einem Interview mit NBC am Donnerstag jedoch wieder Neverland ins Spiel. Die Ranch wäre die ideale Ruhestätte für seinen Bruder, sagte er.
Die öffentliche Trauerfeier für Michael Jackson findet am kommenden Dienstag in Los Angeles im Staples Center statt. Das sagte am Donnerstag Konzertveranstalter Randy Philips dem Sender NBC. Ab 10 Uhr (Ortszeit) sei in der Mehrzweckhalle, die Platz für 20.000 Menschen bietet, eine Gedenkveranstaltung geplant. Die Gedenkveranstaltung werde auf riesigen Bildschirmen ins Freie übertragen.
Im Staples Center hatte Jackson noch am Tag vor seinem überraschenden Tod am 25. Juni für seine geplanten Comeback-Konzerte in London geprobt. Die Halle gehört dem Konzertveranstalter AEG Live, der die Shows organisiert hatte.
Die Gerüchte, Jackson werde in Neverland aufgebahrt und beerdigt, hatten einen riesigen Fan-Ansturm nach sich gezogen. Binnen kurzer Zeit war die Einfahrt zur Ranch zudem von hunderten TV-Übertragungswagen gesäumt.
Die Polizei musste anrücken, um den Verkehr zu regeln. Geschäftstüchtige Anwohner waren schnell mit einer Imbissbude zur Stelle und wollten ihre Wohnungen und Häuser an trauernde Fans und Journalisten vermieten - eine Frau verlangte für ihr Häuschen 500 Dollar pro Nacht.
Alles über Michael Jackson und seinen Tod lesen Sie hier in unserem Special.
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