In Kategorie Bestes Pop-Album konkurriert er mit Christina Aguilera - Verleihung am Sonntag in Los Angeles: Justin Timberlake gilt als heißer Grammy-Favorit
zuletzt aktualisiert: 06.02.2004 - 14:41Los Angeles (rpo). Die Grammy-Verleihung steht am Sonntag in Los Angeles an. Der "Musik-Oscar" wird zum 46. Mal verliehen, diesmal in 105 Kategorien von Pop bis Polka. Zu den Nominierten zählen zahlreiche Stars aus dem Musikbusiness wie Justin Timberlake, Christina Aguilera, Eminem, Avril Lavigne oder Madonna. Als einer der Höhepunkte steht ein Duett von Céline Dion und Alicia Keys an. Geschrieben hat den Song "Dance With My Father" Luther Vandross.
"Dance With My Father" ist in der Kategorie "Song of the Year" nominiert. Vandross, der vier weitere Nominierungen hat, kann nicht selbst an der Verleihung teilnehmen, da er im vergangenen Jahr einen Schlaganfall erlitt und noch nicht genesen ist.
Um einen der wichtigsten Awards "Album Of The Year" sind Missy Elliot mit "Under Construction", Evanescence mit "Fallen", Outkast mit "Speakerboxxx:The Love Below", The White Stripes mit "Elephant" und Justin Timberlake mit "Justified" im Rennen. Timberlake ist mit seinem Album außerdem in der Kategorie "Bestes Pop Album" nominiert und steht hier in direkter Konkurrenz mit Christina Aguilera und ihrem Album "Stripped". Im vergangenen Jahr waren sie gemeinsam auf Tour. Als beste Sänger waren sie im November bei den MTV Europe Music Awards 2003 in Edinburgh erfolgreich, Timberlake zusätzlich in den beiden Hauptkategorien "Bester Popkünstler" und "Bestes Album". Timberlake, der zusätzlich als "Bester Sänger" nominiert ist wird gemeinsam mit den ebenfalls nominierten Black Eyed Peas die erfolgreiche Single "Were Is The Love" performen.
Christina Aguilera hat mit Dido, Avril Lavigne und dem amerikanischen "Superstar" Kelly Clarkson drei Konkurrentinnen im Rennen um die Krone als "Beste Sängerin". In der Kategorie "Disco und Dancemusik" stehen Größen wie Madonna, Kylie Minogue oder Cher auf der Liste. Das Ergebnis im Rennen um den Besten Nachwuchskünstler wird besonders spannend. Neben 50 Cent sind Sean Paul und Evanescence nominiert. Bon Jovi und No Doubt gehen als Beste Bands ins Rennen.
Übertragen wird die Gala aus dem Staples Center vom amerikanischen Fernsehsender CBS, allerdings wird nach den Vorkommnissen beim Football-Superbowl-Finale, wo Timberlake für den Skandal um eine entblößte Brust von Janet Jackson sorgte, mit etwa fünf Sekunden Verzögerung gesendet. Wie CBS Geschäftsführer Martin Franks mitteilte, soll den Fernsehzuschauern so der Anblick ähnlicher Vorkommnisse erspart werden.
Aufsehen im Vorfeld der Verleihung erregte das Einreiseverbot für kubanischen Künstler. Ihnen wurde mit Hinweis auf das Amerikanische Einwanderungsgesetz kein Visum erteilt, da Kuba von Amerika als Terror unterstützendes Land angesehen wird. Betroffen von der Einreiseverweigerung ist unter anderen der mehrfache Grammy-Preisträger Ibrahim Ferrer ("Buena Vista Social Club").
Aus Deutschland sind unter anderen die SWR-Big-Band und Schlagerkomponist Michael Holm mit seiner in USA erfolgreichen New-Age-Musikgruppe "Cusco" nominiert.
Die Auswahl der Grammy-Anwärter treffen die 18.000 Mitglieder der National Academy of Recording Arts and Sciences (NARAS). Verkaufszahlen oder Chartplatzierungenn spielen keine Rolle. Ausgewertet werden die Stimmen von einer unabhängigen Agentur, die dann die Listen der Nominierten veröffentlicht.
Zum ersten Mal wurden die goldenen Grammofone 1957 verliehen. Damals gehörten Frank Sinatra, Barbara Streisand und Ella Fitzgerald zu den Preisträgern.
Im deutschen Fernsehen wird die Grammy-Verleihung in der Nacht zum Montag ab 2 Uhr bei ProSieben übertragen.
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