Mykel Angel: Bombay Beats - Dancegrooves from India
VON PATRICK MUSHATSI-KAREBA - zuletzt aktualisiert: 19.02.2003 - 14:13Was sich zwischen Hype und beeindruckender Kreativität von Musikern wie Nitin Sawhney oder Talvin Singh entwickelt hat, ist mittlerweile zur Institution in unzähligen Clubs dieser Welt geworden. Egal ob man es nun "Asian Underground" oder "Asian Dance" nennt, die Brücke zwischen Tradition und Moderne ist zum globalen Phänomen geworden.
So bringt der in Deutschland residierende Mykel Angel schon seit Jahren seine Definition von indisch beeinflusster Clubmusik unters Volk. Egal ob als DJ oder als Kopf des Bollywood-Soundsystems: Traditionelle indische Musik, Hip-Hop und Dancehall werden ins Club-Format gebracht. Dieser Formel greift der 29-jährige auf "Bombay Beats", einem Mittelweg zwischen Compilation und eigenen Kompositionen, auf.
Nachdem der Opener Feroz Khans "Put Sarderan De" im Tempo einer Verfolgungsjagd eröffnet, wird der Hörer von Mykel Angels erstem Stück, dem repetitiv groovenden "Hathi Mere Sathi" eingefangen. Passend wird hier die natürliche Nähe zum Dancehall und zur afrikanischen Rhythmik eingearbeitet. Stücke wie "Indian Rockers" bauen den Gedanken der Fusion weiter aus und holen den "Verwandten" namens HipHop ins Boot, der seit kurzem auch den umgekehrten Weg (Truth Hurts, Erick Sermon) entdeckt hat.
Dieser Grenzgang sprüht fast immer Charme aus und verzichtet weitgehend auf lästige, westliche Sound-Klischees von "Exotik". Wer am Höhenflug von Panjabi MC Gefallen findet, kann mit diesem Album einen Schritt weiter gehen, zuhören und tanzen.
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