Popkomm 2004: Neues Konzept am neuen Standort
zuletzt aktualisiert: 28.09.2004 - 19:13Berlin (rpo). Mit dem Umzug der Popkomm von Köln nach Berlin sind noch nicht alle Veränderungen genannt. Neu bei der 16. Musikmesse ist, dass es ein Partnerland gibt, in diesem Jahr ist es Frankreich. Außerdem wurden die Publikumstage abgeschafft und neben Musik spielen auch andere Sparten eine Rolle.
Über 40 Labels aus dem Partnerland Frankreich präsentieren sich bei der Popkomm. In dem Nachbarland habe man es mit einem weltweit vorbildlichen Fördersystem für Musiker und Agenturen zu tun, erklärte Festival-Manager Dirk Schade im Vorfeld der Messe. Die Popkomm in Berlin mit dem Motto "movin' music" stehe für einen Neuanfang. Trotz der Krise hätten viele Bands und Aussteller aus der ganzen Welt Übersee-Flüge auf sich genommen, um in Berlin dabei zu sein.
Anders als früher wird es keinen Publikumstag mehr geben. In den Messehallen sind auch keine Bühnen aufgebaut. Die Musik finde abends in den Clubs statt, sagte Bittner. Den Messeteilnehmern wolle man konzentriertes Arbeiten ermöglichen, in angenehmer Atmosphäre. Auch solle sich das Catering gegenüber Köln deutlich verbessern. Insgesamt werden 15.000 Besucher erwartet.
Neu ist auch, dass auf der Messe erstmals Sparten wie Mobile Entertainment, Consumer Electronics, Mode und Werbung vertreten sein werden. Damit sollen "Zukunftsmärkte" erschlossen werden. Zum Abschluss der Messe wird ein neuer Preis verliehen, der Popkomm-Award für die besten neuen Ideen für die Branche.
Einen internationalen Kongress wird es weiterhin geben: Auf rund 50 Veranstaltungen sollen 300 Teilnehmer diskutieren und sich informieren. Ein Hauptthema ist das Geschäft mit legalen und illegalen Musik-Downloads. Raubkopieren hat den Plattenfirmen in den vergangenen Jahren Umsatzeinbußen in Millionenhöhe beschert. Das ist jedoch nicht der einzige Grund für die Einbrüche: Schnell und fantasielos produzierte Retortenbands haben das Käuferinteresse ebenfalls sinken lassen.
Was geblieben ist, sind die Partys. In den 34 Clubs der Hauptstadt steigen 120 Events mit 400 Teilnehmern. Doch etwas Vergleichbares wie das Ringfest, ein Musikspektakel in der Kölner Innenstadt, gibt es in Berlin nicht. Dort konnten die Besucher kostenlos zahlreiche Musiker und Bands in der Innenstadt sehen und hören.
Die Popkomm auf dem Messegelände unter dem Funkturm ist nur für Fachbesucher täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Der Tagespass kostet 92 Euro, der für drei Tage 255 Euro.
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