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Beatles-Legende
Paul McCartney spricht über seine Flucht in den Alkohol

Paul McCartney spricht über den Alkohol
Paul McCartney hat der BBC ein ungewöhnlich offenes Interview gegeben. FOTO: dpa, bsc wok fdt
London. Nach der Auflösung der Beatles ist Paul McCartney dem Alkohol verfallen und hätte die Musik beinahe ganz an den Nagel gehängt. In einem BBC-Interview gab der Musiker jetzt ungewöhnliche Einblicke in sein Privatleben. 

"Ich brach mit meinen lebenslangen Freunden und wußte nicht, ob ich weiter Musik machen würde", beschrieb der 73-Jährige die Zeit nach der Auflösung der legendären Band im April 1970.

"Ich habe zur Flasche gegriffen. Ich habe zum Whiskyglas gegriffen. Zuerst war es großartig, dann hatte ich plötzlich gar keine gute Zeit mehr", schilderte McCartney seine Flucht in den Alkohol. "Es funktionierte nicht." Daher habe er Ende 1971 schließlich seine neue Band Wings gegründet.

Die Band, in der McCartneys damalige Frau Linda mitspielte, fing mit Überraschungsauftritten vor Studenten an. Mit der Zeit hatte die Band Erfolg, der allerdings bei weitem nicht mit dem der Beatles vergleichbar war. McCartney räumte in dem Interview ein, dass die Kritik an den Wings zum Teil gerechtfertigt gewesen sei, zumal seine Frau am Keyboard noch Anfängerin gewesen sei.

"Wir waren schrecklich"

"Um fair zu sein - wir waren nicht so gut. Wir waren schrecklich", sagte der Ex-Beatle. "Wir wussten, dass Linda nicht spielen konnte, aber sie lernte es, und im Rückblick bin ich wirklich froh, dass wir das gemacht haben." Linda McCartney starb 1998 an Brustkrebs.

In dem Interview sprach McCartney auch über seinen ehemaligen Bandkollegen John Lennon. Zum Glück hätten sie ihren Streit begraben, bevor Lennon 1980 erschossen wurde. "Denn es wäre ziemlich schwierig gewesen, damit umzugehen, wenn... na ja, es war auch so sehr schwierig", sagte der Brite über Lennons Tod, für den er 1982 den Song "Here Today" schrieb.

Auch wenn er sonst nicht viel über seine Gefühle spreche, habe er Lennon in dem Song gesagt, dass er ihn liebe, sagte McCartney. Auch die Rivalität mit Lennon zu Beatles-Zeiten bewertet McCartney positiv, weil sie ihn zu Bestleistungen angespornt habe. "Wenn John mit einem brillianten Song kam, meinte ich, 'ok, versuche, noch brillianter zu sein'."

Das BBC-Interview mit McCartney soll am Samstag in voller Länge ausgestrahlt werden.

(AFP)
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