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Tour-Motto: "Not Dead Yet, Live"
Phil Collins geht wieder auf Tour - und kommt nach Köln

Phil Collins kommt mit seiner Not-Dead-Yet-Live-Tour 2017 nach Köln
Phil Collins will mit 65 zurück auf die Bühne. FOTO: ap, VC
London . Seine Fans werden jubeln: Trotz seines bereits 2002 offiziell verkündeten Rückzugs aus dem Musikgeschäft plant Phil Collins wieder Konzerte.

Rückenprobleme, Alkoholsucht, eine schmerzhafte Scheidung. Die vergangenen zehn Jahre waren nicht die besten für Phil Collins. Doch jetzt meldet sich der 65-Jährige zurück und will wieder auf Tournee gehen. Die Comeback-Auftritte seien für 2017 in London, Paris und Köln geplant, teilte der 65-jährige Sänger und Schlagzeuger am Montag mit. Motto der Tour: "Not Dead Yet, Live" ("Noch nicht tot, live").

Phil Collins geht langsam die Stufen vor der Royal Albert Hall in London hinunter. Er hinkt, gestützt auf einen Gehstock. Dann bleibt er stehen, posiert ein wenig für die Fotografen. Der 65-Jährige ist gut gelaunt. Doch wenn man sich vorzustellen versucht, wie er im Musikvideo von "Dance Into The Light" von 1996 über den Bildschirm tänzelte, fällt das schwer. Der Musikstar ist alt geworden.

Collins hat seit 2005 immer wieder mit einem Rückzug aus dem Musikgeschäft geliebäugelt - und dann zog es ihn doch wieder ins Scheinwerferlicht. Erst im Sommer trat er zur Eröffnung der US Open auf. Jetzt sollen Konzerte folgen. Er werde fünf Shows in London und jeweils zwei in Paris und Köln geben, kündigt Collins an. Das, obwohl er im vergangenen Jahr am Rücken operiert wurde, ein Ohr so gut wie taub ist, und ein Nervenschaden den ehemaligen Genesis-Schlagzeuger daran hindert, die Schlägel fest zu greifen. Er werde wohl nie wieder so spielen können wie früher, sagt er, fügt aber hinzu: "Ich werde deswegen keine schlaflosen Nächte haben".

Sohn Nicholas soll am Schlagzeug sitzen

Am Schlagzeug sitzen soll jetzt sein Sohn Nicholas. Der Teenager war bereits im vergangenen Jahr mit Collins bei Benefizkonzerten mit dem berühmten Vater aufgetreten. Dass Collins inzwischen wieder mit seiner dritten Frau Orianne Cevey und den beiden Söhnen zusammenlebt, tue ihm gut, wie er selbst sagt. 2008 ließ ihn Cevey in der Schweiz zurück und ging mit den kleinen Söhnen nach Florida. Anfang 2016 hieß es, die beiden seien wieder ein Paar und lebten zusammen in Miami.

"Habe die Kontrolle verloren"

Darüber spricht Collins inzwischen genau so offen wie über die Folgen seines übermäßigen Alkoholkonsums. Nach der Trennung habe er die Kontrolle verloren, gibt er zu. "Ich wäre beinahe gestorben", sagte er der "Times" in einem Interview, das am Sonntag erschien. Nachzulesen ist das auch in seiner Autobiografie "Da kommt noch was", die am nächsten Montag (24. Oktober 2016) auf Deutsch veröffentlicht wird.

Collins gehört zu den ganz Großen im Showgeschäft. Die Bilanz bisher:
Mit Genesis und solo insgesamt wohl deutlich mehr als 250 Millionen verkaufte Platten, viele Nummer-eins-Hits, sieben Grammys und sogar ein Oscar für die Musik zum Disney-Film "Tarzan". "In The Air Tonight", "I can't Dance", "Another Day in Paradise" und "Invisible Touch" sind weltbekannte Ohrwürmer - die er wohl auch bei den angekündigten Konzerten wieder zu hören sein werden.

Die beiden Konzerte in Deutschland sollen am 11. und 12. Juni in der Lanxess-Arena in Köln stattfinden.

(felt/dpa)
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