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Verstorbene Musik-Legende
Kampf um das Erbe von US-Popstar Prince

Prince: Kampf um das Erbe des US-Popstars
Prince hat kein Testament hinterlassen FOTO: ap
Washington . Der verstorbene US-Popstar Prince hinterlässt ein riesiges Vermögen. Mehrere Personen erheben nun Anspruch darauf. Unter den Antragstellern ist wohl auch eine bislang nicht bekannte Halbschwester.

Auf das Erbe von Prince, der kein Testament hinterlassen hat, erheben insgesamt sieben Menschen Anspruch. Darunter ist laut der Promi-Website "TMZ" auch eine Frau, die nach eigenen Angaben eine bislang nicht bekannte Halbschwester des verstorbenen Sängers ist. Darcell Gresham Johnston habe sich wie die anderen Geschwister und Halbgeschwister bis Montag bei dem zuständigen Nachlassgericht in Minnesota gemeldet, heißt es.

Bei den übrigen Antragstellern handelt es sich um die Schwester von Prince, Tyka Nelson, sowie die fünf Halbgeschwister John Nelson, Norrine Nelson, Sharon Nelson, Alfred Jackson und Omarr Baker. Laut "TMZ" behauptet Johnston, von der selben Mutter wie Prince abzustammen. Einige der Geschwister hätten erst vor wenigen Tagen von ihrer Existenz erfahren.

Der Musiker, Komponist und Produzent, der am 21. April überraschend im Alter von 57 Jahren verstorben war, hatte nach Schätzungen ein Vermögen im Wert von hunderten Millionen Dollar. Hinzu kommt eine hohe Zahl unveröffentlichter Songs.

Leibkoch glaubt nicht an Überdosis

Noch immer ist unklar, warum Prince gestorben ist. Sein ehemaliger Leibkoch hat Spekulationen über eine mögliche Überdosis des Popstars als Todesursache zurückgewiesen. Es habe keinerlei Anzeichen gegeben, dass der Musiker in den Wochen vor seinem Tod starke verschreibungspflichtige Medikamente eingenommen habe, sagte Ray Roberts der Nachrichtenagentur AP. Allerdings habe Prince offensichtlich gesundheitliche Probleme gehabt.

Roberts bereitete knapp drei Jahre lang fast täglich das Essen für Prince zu. Dieser habe zuletzt weniger gegessen und Wasser getrunken und an Gewicht verloren, sagte der Koch. Wegen Halsschmerzen und Magenproblemen habe er in den vergangenen Wochen vor allem Smoothies und frische Säfte als Mahlzeiten bestellt. "Ich hatte das Gefühl, er war die letzten ein oder zwei Monate nicht er selbst", sagte Roberts über seinen ehemaligen Arbeitgeber. "Ich glaube, er hatte nur damit zu kämpfen, dass er oft krank war."

Roberts sah Prince am Abend, bevor er tot in seinem Anwesen Paisley Park gefunden wurde. Er habe ihm eine Paprikasuppe mit Grünkohl und einem Salat zubereitet, den Prince aber nie gegessen habe, sagte der Koch. Das Ergebnis der Autopsie wird in drei bis vier Wochen erwartet.

 

(crwo/AFP/ap)
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