| 19.00 Uhr

Live-Ticker: Der Untergang der No Angels
Russland gewinnt den Eurovision Song Contest 2008

Infos: Die Gewinner und Verlierer des ESC 2016
Infos: Die Gewinner und Verlierer des ESC 2016 FOTO: ap, MM
Düsseldorf (RPO). Der Sieger des Eurovision Song Contest 2008 heißt Dima Bilan aus Russland. Die No Angels landen zusammen mit den Beiträgen aus Polen und Großbritannien auf dem letzten Platz. Das muss man auch erstmal schaffen. Wir haben den ganzen Abend live vom Sofa unseres Vertrauen berichtet. Lesen Sie das Protokoll des Abends. Mit allen wichtigen (und natürlich auch völlig unwichtigen) Ereignissen des Abends. Von Franziska Bluhm

0.18 Uhr: So. Das war's. Russland hat gewonnen. Deutschland nicht. Hier die Top Five:

1. Platz: Russland (272 Punkte)
2. Platz: Ukraine (230 Punkte)
3. Platz: Griechenland (218 Punkte)
4. Platz: Armenien (199 Punkte)
5. Platz: Norwegen
(182 Punkte)

Wir danken Bulgarien. Oder wie Thomas Hermanns so schön sage: den Lucy-Punkten. Und ich danke für die Aufmerksamkeit.

0.10 Uhr: Und jetzt dürfen sie nochmal ran: Dima Bilan mit "Believe". Eiskunstlauf meets Timbaland.

0.06 Uhr: Auch aus Dänemark gibt's keine Stimmen für Deutschland.

0.01 Uhr: Mit 54 Punkten Vorsprung hat Russland schon gewonnen.

23.59 Uhr: "Sieht aus wie ein Surfer", sagt Peter Urban zu dem Punkteüberbringer aus Schweden.

23.50 Uhr: Früher gab's übrigens auch mal Stimmen aus den Niederlanden für den deutschen Beitrag. Früher!

23.49 Uhr: Nicht mal die deutschen Spanier stimmen für uns!

23.47 Uhr: Aus Armenien ist eine dunkelhaarige Barbie-Puppe zugeschaltet. Puh.

23.42 Uhr: Aber wenden wir unseren Blick noch einmal auf den Teil der Rangliste, der uns in den vergangenen Jahren fremd geworden ist. Die Türkei ist mittlerweile abgeschlagen. Am ehesten mithalten kann nun Albanien. Ich habe nochmal nachgeschaut. Das war die Dame, die neben Windmaschine auch auf bauchfrei setzte.

23.39 Uhr: Guter Hinweis aus den Kommentaren von sbohm: Wir hätten Tokio Hotel nominieren sollen. Wo er recht hat...

23.37 Uhr: Zwischenstand vom unteren Teil der Tabelle: Hinter unseren Engeln liegen der Seal-Verschnitt aus Großbritannien und die Balladen-Spezialistin aus Polen. Wow.

23.34 Uhr: Hätte ich mal nicht geschrieben, dass ich für die Türkei bin. Die ist jetzt nämlich abgeschlagen. Es bahnt sich ein Zweikampf an: Russland gegen Griechenland.

23.31 Uhr: YESSSSS! Bulgarien schenkt uns dank Lucy-Connection zwölf Punkte! Hoffen wir mal, dass es wenigstens fürs Mittelfeld reicht.

23.30 Uhr: Griechenland, Russland und die Türkei setzen sich ab. Püppi, gegen Timbaland-Kommerz gegen Türkei-Rock.

23.28 Uhr: Alle haben mindestens einen Punkt, nur die Deutschen nicht.

23.26 Uhr: Nachdem die Albaner ihre Punkte durchgegeben haben, haben Rumänien, Großbritannien und Deutschland keinen Punkt. Das ist schon auch ein bisschen lustig.

23.23 Uhr: Thomas Hermanns mit der großen Überraschung: Zwölf Punkte gehen diesmal nicht in die Türkei, sondern nach Griechenland. Zwischenstand für die No Angels: Zero Points.

23.19 Uhr: Schalte nach Großbritannien. Die ersten zwölf Punkte gehen nach Griechenland. Doof: Die sagen ja nur die Acht-, Zehn- und Zwölf-Punkte-Kategorie an.

23.18 Uhr: Ich überlege gerade, wie ich Sie jetzt gleich über die Punktevergabe auf dem Laufenden halte. Bisher noch keine Idee. Ich hoffe auf den Gedankenblitz.

23.12 Uhr: Die komische Musik läuft immer noch. Und es wird immer schlimmer. Jetzt gibt's ne moderne Form des Kasatschoks. Puh, dann doch lieber nochmal Schnelldurchlauf!

23.06 Uhr: So. Es ist entschieden. Die Leitungen sind geschlossen. Jetzt gibt's nochmal Ost-Pop vom Feinsten. Ich bin schon froh, dass es diese Veranstaltung nur einmal im Jahr gibt. Häufiger wäre die Musik nur schwer zu ertragen. Und wer ja auch blöd, wenn wir uns an diese Klänge zu sehr gewöhnen würden.

23 Uhr: Zeit zum Durchatmen. Kaum bin ich aus der Küche zurück, bringen die schon wieder den Schnelldurchlauf. War doch eben erst. Na, egal. So kommt man mal zum Mails und Kommentare lesen. Aha! glaubt, dass die kurzen Kleider der No Angels geholfen haben könnten.

22.50 Uhr: So, das hätten wir. Jetzt heißt es telefonieren. 15 Minuten lang. Die Hosts haben sich schon wieder umgezogen (Sie: sehr kurz, hellblau, er: dunkel). Dafür zeigen die Kollegen auch nochmal einen Schnelldurchlauf. Leider kann ich das nicht bieten. Sie können aber einfach nochmal nachlesen.

22.46 Uhr: Maria – Hold on be strong (Norwegen)
Arsch Popowackel-Alarm! In den 90ern hat Britney Spears solche Songs noch geträllert. (Das war vor der Phase, in der sie sich noch nicht zu sexuellen Aktivitäten mit ihrem damaligen Lover Justin Timberlake bekannte und jungfräulich durch die Welt stiefelte. Peter Urban hat am Ende noch einen Hauch Mariah Carey erkannt. Von mir aus.

22.42 Uhr: Dima Bilan – Believe (Russland)
Russland holt sich Hilfe von Erfolgsproduzent Timbaland. Dazu hampeln drei Kerle fleißig herum. Das ganze klingt wie eine Mischung aus Ronan Keating und Enrique Iglesias. Ohne Muttermal versteht sich.

22.38 Uhr: Jelena Tomasevic feat. Bora Dugic - Oro (Serbien)
Die Gastgeber setzen auf Panflöte, Pathos und lila Lidschatten. Ok, und die Windmaschine.

22.34 Uhr: Rodolfo Chikilicuatre – Baila El Chiki Chiki (Spanien)
Nachdem der komische Truthahn ja schon rausgeflogen ist, begrüßen wir an dieser Stelle den Trash-Titel des Jahres. Man könnte auch meinen, dass wir es hier mit Guildo Horn auf spanisch zu tun haben, allerdings könnte man damit Herrn Horn unrecht tun.

22.31 Uhr: Kalomira – Secret Combination (Griechenland)
Eyeyey. Auch Griechenland setzt auf Shakira-Klänge, kurzes Röckchen und sexy Tänzchen. Dazu ein hübsches Gesicht und eine ordentliche Choreographie. Hat ein bisschen was von einer dieser Rihanna-Produktionen. Nur auf griechisch. Peter Urban fühlt sich an Janet Jackson erinnert. Soso.

22.26 Uhr: Elnur & Samir – Day after day (Aserbaidschan)
Kreisch-Alarm! Pyro-Alarm! Und dann auch noch Engelsflügel und Nebelmaschine! Die Aserbaidschaner fahren aber nochmal alles auf. Erinnert sich noch jemand an die Popstars-Gewinner "Nu Pagadi"? An die musste ich gerade denken. Peter Urban: "Sensationelle Premiere für Aserbaidschan." Haben wir da gerade den gleichen Auftritt gesehen, Herr Urban?

22.23 Uhr: Sébastien Tellier – Divine (Frankreich)
Der Skandal des Abends: Frankreich singt auf englisch! Monsieur Tellier ist mein Held! Eine Mischung aus John Lennon, Beach Boy und Jarvis Cocker. Klingt bisher am wenigsten nach Grand Prix. Großartig!

22.21 Uhr: Frau Host hat jetzt eine Blümchen-Gardine an!

22.18 Uhr: Ani Lorak – Shady Lady (Ukraine)
Ukraine setzt mit Ani Lorak auf Bewährtes: Sehr kurzes Kleid, Choreographie m mit hohem Räkel-Faktor, belanglose Beats.

22.14 Uhr: Diana Gurtskaya – Peace will come (Georgien)
Die georgische Corinna May. Die blinde Interpretin singt eine Große-Gesten-Ballade mit eingängigem Refrain. Schön simpel gehalten, damit man auch folgen kann. Kein Schunkelfaktor. "Peace will come". Und so wie sie das ganze singt, scheint sie den Text durch stakkatoartige Wiederholung beschwören zu wollen.

22.10 Uhr: Simon Mathew – All night long (Dänemark)
Der schmucke Däne sieht ein bisschen aus wie Roger Cicero. Die Musik ist nicht wirklich anspruchsvoller Pop, der ein bisschen an alte Sasha-Songs erinnert. Aber das ist ja wenigstens eingängig und darauf kommt es ja an. Leider. Stimme klingt so austauschbar wie eine Batterie im Stabmixer.

22.06 Uhr: Charlotte Perrelli – Hero (Schweden)
Oh, mal eine, die schon mal dabei war (1999) und es nun noch einmal wissen will. Und neben Windmaschinen-Alarm, großen Posen, einem sehr kurzen Rock und Klängen, die ins Ohr gehen, sei erwähnt, dass der männliche Part in diesem Raum gerade aufschrie: "Oh Gott: Ist das ein Mann??!!" Ich will hier keine Stutenbissigkeits-Vorwürfe hören...

22.02 Uhr: Pirates of the Sea – Wolves of the Sea (Lettland)
Ja, das ist schlimm. Russen-Pop mit hohem Trashfaktor. Wenn die Truppe auf deutsch singen würden - wetten, dass sie einmal pro Woche auf Mallorca in irgendeiner Spalunke auftreten würden? Als Vorprogramm von DJ Ötzi? Garantiert.

21.59 Uhr: Vania Fernandes – Senhora do Mar (Portugal)
Oh, mal wieder eine Casting-Show-Gewinnerin. Und zur Abwechslung mal nichts Mageres auf der Bühne. Dass diese Portugiesen mit ihren Fado-Klängen immer so wahnsinnig theatralisch rüberkommen. Könnte mir allerdings vorstellen, dass das beim europäischen Publikum gut ankommt.

21.53 Uhr: Mor ve Ötesi – Deli (Türkei)
Eines ist sicher: Dieser Titel bekommt aus Deutschland wohl zwölf Punkte. Und er sit jetzt auch nicht wirklich schlecht. Eigentlich müsste man eh alle Kandidaten mit Extra-Punkten versehen, die keine langhaarigen Frauen ins Rennen schicken. Ich lege mich mal kurz fest: einer meiner Favoriten.

21.48 Uhr: Euroband – This is my life (Island)
Wenn eine Band sich so nennt, kann man ihr durchaus vorwerfen, kalkuliert anzutreten: Ne Dance-Nummer, die klingt, als ob sie den 90ern entsprungen ist. Dazu gebräunte Körper, blondierte Haare und schwarz-pinkes Outfit. Peter Urban: "Nicht sehr originell". Genau.

21.45 Uhr: Isis Gee – For life (Polen)
Balladen-Alarm! Blondinen-Alarm! Meint diese Dame wirklich, ganz ohne Trommeln!, Feuer! oder wenigstens Popowackeln! auszukommen?

21.41 Uhr: Kraljevi Ulice & 75 Cents – Romanca (Kroatien)
Na, das ist doch mal was anders. Kroatische Musik, die ein bisschen nach Froooonkraisch klingt, jede Menge Hüte, ein alter Mann, der sich in Sprechgesang versucht – diese Kombination ist ungewöhnlich. Nicht so schlecht, weil anders. Und auch Peter Urban findet's sympathisch. Ich bin beruhigt.

21.37 Uhr: Teräsbetoni - Missä Miehet Ratsastaa (Finnland)
Oho, die langhaarigen Rocker sind los. Diesmal in Kombination mit Feuerfontänen, einem ordentlichen Schlagzeug und knackigen Lederhosen. Hatte ich die wehenden Mähnen erwähnt? Die Finnen bleiben dem Lordi-Stil treu.

21.33 Uhr: Boaz – The Fire in your eyes (Israel)
Deutschland hat Thomas Godoj, Israel hat Boaz (Optisch vergleichbar mit Mark Medlock. Nein, nicht wegen der Hautfarbe, sondern der Oberarme!). Und der singt einen Titel von Dana International, die 1998 in Birmingham (Wir hatten damals Guildo Horn) gewann. Sehr balladige Nummer. Peter Urban zu den Oberarmen: "Da zeigt sich, was Landarbeit so bieten kann." Hihi.

21.28 Uhr: Laka - Pokusaj (Bosnien-Herzegowina)
Bei diesem Auftritt wird nicht ganz klar,
ob dies eines dieser Witzlieder ist oder ob diese Leute das ernst meinen, was sie da tun. Die Choreographie (und die aufgerissenen Augen des Heinis im blauen Anzug) lassen auf ersteres schließen. Zumindest ist dies das erste Lied, dass sich ein wenig rockiger gibt. Peter Urban: "Seltsam spannend und mutig". Hach, das mag ich.

21.25 Uhr: Sirusho – Qele, qele (Armenien)
So, willkommen in der Realität. Armenien setzt auch wilde Shakira-Rhythmen und drei Heinis, die sich lasziv auf der Bühne winden. Muss ich erwähnen, wie kurz der Rock und feurig die Fontänen waren?

21.20 Uhr: No Angels – Disappear (Deutschland)
Wir sind dran! Lucy hat die Haare frisch gefärbt, Jessi ist wieder gesund. Im Wettbewerb hören wir die erste Pophymne unterlegt mit Pyro-Effekten (Ist ja wichtig wegen der Dramaturgie.) Peter Urban lobt den Auftritt. Ja, war nicht so schlecht. Aber ob das reicht im Kampf um den Titel?

21.16 Uhr: Alta Boka - Zemren E Lame Peng (Albanien)
Achtung: Windmaschine im Einsatz! Außerdem setzt Alta Boka auf Bauchfreiheit! Und auf Ich-umarme-die-Welt-Gesten! Haut mich nicht so um. Zu trällernd, zu dahin plätschernd. Peter Urban: Klingt überzeugend. Menschmenschmensch.

21.13 Uhr: Andy Abraham – Even if (Großbritannien)
Wenn man die Augen zumacht und nur auf die Musik hört, könnte man meinen, Seal, der Ehemann von Heidi Klum singt da. Und dann macht man die Augen auf und es ist Andy. Andy Abraham. Und er klingt nicht nur wie Seal. Er tanzt auch so. Herr Urban ist schwer begeistert.

21.09 Uhr: Nico & Vlad – Pe-o Margine de Lume (Rumänien)
Oh, der Abend beginnt mit einer klassischen Paar-Ballade. Er: der Opernsänger. Sie: die Popsängerin. Die beiden bieten große Gesten, tiefe Blicke, Landessprache. Ging ja schon mal schmachtend los.

21.06 Uhr: The Host ist da. Die Dame trägt ein hübsches Kleid in flieder gehalten. Der Herr perfekt farblich abgestimmt. Übrigens: In Serbien küsst man sich dreimal. Die Regeln sind erklärt, es geht los.

21 Uhr: Peter Urban hat uns begrüßt, es geht los. Als erstes darf die Vorjahressiegerin auftreten. Ich bin aufgeregt.

20.54 Uhr: Eurovision Song Contest ist ja irgendwie auch ein Internet-Event. Denn überall geben Leute ihre Kommentare ab. Die einen nennen es "tickern" (Wir!), die anderen "bloggen". Mit dabei: the Popkulturjunkie, Lukas, Frau Pleitegeiger, Frau Wortschnittchen. More to come.

20.53 Uhr: Was haben denn die Sugababes in dieser Sendung zu suchen? Ich dachte, wir feiern nur "unsere" Stars. Ts. Zumindest ist der Applaus in Hamburg nicht so euphorisch wie bei Mr. Godoj.

20.47 Uhr: Jetzt darf Thomas Godoj noch ein bisschen Werbung in eigener Sache machen. "Thomas und Thomas, wir könnten ein Volksmusik-Duo sein", sagt Herr Hermanns. Wir sagen: Genau.

20.34 Uhr: So. Jetzt wird's langsam ernst. Denn wir sind im "Ersten" und da gibt es keine Werbepausen! Knabberkram und Getränke müssen also perfekt ums Sofa platziert werden. Beim "Countdown für Belgrad" bringen sich auch Thomas Hermanns und Co. in Stimmung. Nicole darf zum 100.000sten Mal erzählen, wie es damals war, als sie den Grand Prix gewonnen hat. Ich hol dann mal die Verpflegung. Wird ein langer Abend.

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