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Ermittlungen und Hausdurchsuchung: Schlief Jacksons Arzt bei tödlicher Spritze ein?

zuletzt aktualisiert: 29.07.2009 - 12:58

Los Angeles (RPO). In den Ermittlungen zum Tod von Michael Jackson rückt dessen Leibarzt immer mehr in den Mittelpunkt. Conrad Murray hat nach Medienberichten in polizeilichen Verhören zugegeben, dem Popstar Propofol verabreicht zu haben. Das starke Narkosemittel soll schließlich zum Tod geführt haben. Die Polizei gehe dem Verdacht nach, der Arzt sei während der tödlichen Injektion eingeschlafen.

Conrad Murray war Michael Jacksons Leibarzt. Foto: Houston Chronicle, AP

Derweil sollen die Untersuchungen in dem Jackson-Fall auf mehrere Mediziner ausgeweitete werden, meldet die Promi-Internetseite "TMZ.com" weiter. Das Online-Magazin hatte als erstes Medium den Tod von Michael Jackson vermeldet. Laut "TMZ" werden rund ein Dutzend Ärzte befragt, die den verstorbenen Musiker in den vergangenen Jahren behandelt haben.  

Die Ermittler suchten in Murrays Haus nach den Krankenakten Jacksons sowie  auf mögliche Pseudonyme des Popstars ausgestellte Unterlagen. Der Sänger, der am 25. Juni im Alter von 50 Jahren unerwartet gestorben war, hatte sich nach Medienberichten unter falschen Namen wie Omar Arnold, Joseph Scruz oder Billy Bray starke Beruhigungsmittel verschreiben lassen. 

Geprüft werden nun auch Vorwürfe, dass mehrere  Ärzte leichtfertig und ohne entsprechende Diagnose Jackson die gefährlichen Schmerzmittel verschrieben haben, meldet "TMZ". Vorladungen seien zugestellt und Krankenakten beschlagnahmt worden. Gespräche mit mehreren Medizinern und deren Anwälten liefen derzeit. Ein Arzt habe demnach Dutzende Male denselben Anästhesisten hinzugezogen, um Jackson für Routineeingriffe zu betäuben, die keine Narkose benötigt hätten.

Studienkollege beschreibt Murray als geldgierig

Inzwischen hat sich auch ein Studienkollege von Conrad Murray zu Wort gemeldet. Er schilderte den Mediziner als geldgierig, meldete der WDR. Schon zu Studienzeiten habe Murray nur an Geld gedacht.

Laut CNN-Informationen wurde in Jacksons Körper eine Injektion des Narkosemittels Propofol gefunden, das eigentlich nur zur Betäubung von Patienten vor Operationen eingesetzt werden darf. In Jacksons Magen wurde nach Informationen des Senders ABC die starken Schmerzmittel OxyContin und Demerol gefunden.

Offenbar nahm Jackson seit Jahren schwere Medikamente, auch seine Familie berichtet von regelmäßigem Missbrauch: Auslöser soll ein Unfall vor einigen Jahren gewesen sein. Während einer Bühnenshow verbrannte sich Michael Jackson die Haare, auch seine Kopfhaut wurde schwer in Mitleidenschaft gezogen. Damals soll er begonnen haben, starke Schmerzmittel zu nehmen, berichten Medien. Offenbar gelang es ihm später nicht, die Medikamente wieder abszusetzen.

Computer und Telefon beschlagnahmt

Die Polizei hat im Haus des Leibarztes Mobiltelefone und einen Computer beschlagnahmt. Conrad Murray habe sich während der Durchsuchung seines Hauses in Las Vegas kooperativ gezeigt und den Polizisten "geholfen", erklärten seine Anwälte.  Die Gerichtsmedizin in Los Angeles kündigte an, bis Ende der Woche die Befunde der Autopsie von Jackson zu veröffentlichen.

Quelle: AFP/top

 
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