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Festival in Texas
Die sechs besten Bands vom SXSW 2015

SXSW 2015: Die sechs besten Bands vom Festival in Texas
David Alexander heißt auf der Bühne Summer Heart. Im Hintergrund: Summer. FOTO: Label
Austin. Auf dem South By Southwest Festival ist nicht nur die Zukunft des Internets zu sehen, sondern auch die Zukunft der Musikbranche – ein Überblick mit Hörproben. Von Sebastian Dalkowski

Das South By Southwest Festival in Austin, Texas, war gar nicht immer der Ort, an dem über die Hypes des Internet gesprochen wurde. Es begann 1987 als Musikfestival. Und ist das auch heute noch. Gerade spielen dort Tausende Bands wieder Tausende Konzerte. Wir empfehlen sechs von ihnen.

Bell Gardens

Es ist gerade die genau entgegengesetzte Jahreszeit für solche Musik, aber was soll's? Fünf junge Männer aus Los Angeles nennen sich Bell Gardens und fabrizieren Herbstmusik, die sich auch als mehrstimmiger Kammerpop bezeichnen lässt. Auf dem aktuellen Album "Slow Dawns For Lost Conclusion" ist auch "Darker Side Of Sunshine" zu hören.

"Darker Side Of Sunshine" hier anhören.

Kaleo

Auch das Quartett Kaleo hat nicht vor, im Kölner Karneval aufzutreten. Wer aus Island kommt, hat schließlich – so jedenfalls das Klischee – die Melancholie mit der Muttermilch aufgesogen. Dass Kaleos Musik an die Folkmusik ihrer Landsmänner von "Of Monsters and Men" erinnert, auch wenn Kaleo wie in "All The Pretty Girls" stärker auf Falsett-Gesang setzen, verzeihen wir den Jungs gerne.

"All The Pretty Girls" hier anhören.

Big Phony

Okay, einer noch von den traurigen Gestalten. Bobby Choy ist in New York City aufgewachsen, hat sich dann aber zu seinen Wurzeln begeben und lebt nun in Seoul. Hängt er sich seine Akustikgitarre um, verwandelt er sich sogleich in Big Phony und spielt introvertierte Akustiksongs, wie sie Elliott Smith nicht besser hinbekommen hätte. Zeigt zum Beispiel der Song "I Love Lucy".

"I Love Lucy" hier anhören.

Shamir

Keinesfalls wollen wir hier den Eindruck erwecken, dass uns nur traurige Melodien von traurigen Männern am Herzen liegen. Shamir kommt aus Las Vegas und macht ziemlich coole elektronische Musik. Ein Album hat der Kerl noch nicht veröffentlicht, aber der Song "On The Regular" ist auf so eine wahnsinnige Art staubtrocken wie das Gebiet, in dem Las Vegas liegt.

"On The Regular" hier anhören.

Howard

Das Quartett Howard aus Brooklyn hilft dem Folk auf die Sprünge, indem es ihn dezent mit Elektronik unterlegt. Der Song "Falling" ist zwar nur zweieinhalb Minuten lang, doch weil er die Spannung nicht auflöst ziemlich intensiv. Das Debütalbum "Religion" ist in Deutschland nur digital erhältlich.

"Falling" hier anhören.

Summer Heart

Und zum Ende Stimmung! David Alexander alias Summer Heart kommt aus Schweden und dort weiß man, wie man Pop gleichzeitig euphorisch und sehnsuchtsvoll klingen lässt. Der Song "Thinking Of U" treibt Euch alle auf die Wiese oder an den Strand. Oder ins Bällebad von Ikea. Aber beeilt Euch: Nach drei Minuten ist der Spaß vorbei und Ihr müsst wieder ins Büro.

"Thinking Of U" hier anhören.

Für die Rheinische Post App schreibt Sebastian Dalkowski im Wechsel mit anderen Autoren über die Welt der Popkultur. Er hat es mal wieder verpasst, nach Austin zu fliegen.

Mehr zur SXSW 2015 lesen Sie in unserem Blog "Zeitgeist".

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