CD-Kritik: Twista: Kamikaze
zuletzt aktualisiert: 21.04.2004 - 18:42Mit schneller Zunge sorgt die Chicagoer Highspeed-MC Twista seit über zehn Jahren in furiosen Gastauftritten für Aufsehen. Twistas Rapstil ist übrigens als schnellster der Welt ins Guinnes-Buch der Rekorde eingegangen.
Da fragt sich die weltweite Hip-Hop-Gemeinde, warum ein so begabter MC mit "Kamikaze" erst seinen dritten Longplayer veröffentlicht. Vorweg man wird mit "Kamikaze" für diese "Verzögerung" mehr als entschädigt.
Denn Twistas Rapstil ist an seinen Höhepunkt angelangt. Geschickt alterniert er sein Tempo mit eigenen Variationen oder mit zahlreich vertretenen Gastkünstlern wie R. Kelly, Ludacris und Freeway.
Dass Twista es versteht, aus diesen Ingredienzien einen echten Hit zu erfinden, zeigt die erste Single "Slow Jamz". Mit dem Mann der Stunde Kanye West, der einen lockeren Singsang beisteuert, und dem zum Sänger konvertierten Schauspieler Jamie Foxx ist ein echter Sommerhit entstanden. Ein zurückgelehntes Arrangement hangelt sich mit Twistas salvenartigen Raps von Höhepunkt zu Höhepunkt. Unter dem Strich kann somit nur die Hoffnung stehen, dass Twista sich mit seinem nächsten Album nicht wieder Jahre Zeit lässt.
Von Patrick Mushatsi-Kareba
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