Die Brings feiern Geburtstag mit Stadionkonzert: "Vielleicht einer der schönsten Abende"
VON CHRISTIAN BREUER - zuletzt aktualisiert: 16.07.2011 - 13:12Köln (RPO). Mehr als 45.000 Menschen wollen am heutigen Samstag mit der kölschen Kult-Gruppe "Brings" Geburtstag feiern. Ihr 20-jähriges Bestehen feiert die Formation im Kölner RheinEnergie-Stadion. Unsere Redaktion sprach mit Sänger Peter Brings über das Konzert und die neue CD, die am Freitag erschienen ist.
Herr Brings, heute ist es soweit, wie laut klopft das Herz vor dem großen Stadionkonzert?
Brings: Es ist schrecklich! Ich wache seit ein paar Tagen schweißgebadet auf, weil ich Angst habe, dass wir etwas vergessen haben. Wir hatten jetzt ein Jahr Vorbereitungszeit, und jetzt muss es auch wirklich losgehen. Das spüren wir alle. Es gibt so viel zu tun bei dem Konzert, ich muss ja zwischendurch auch moderieren und darf nichts vergessen. Und zum ersten Mal wird ein ganzes Konzert von uns noch am gleichen Abend im Fernsehen übertragen! Da kann so viel schief gehen…
Das Konzert: Das Jubiläumskonzert aus dem RheinEnergie-Stadion wird am Samstag, 16. Juli, leicht zeitversetzt im WDR-Fernsehen ausgestrahlt. Beginn der Sendung ist um 21.45 Uhr. Am 23. Juli tritt die Band in Xanten auf.
Das hört sich nicht unbedingt nach Vorfreude an…
Brings: Doch, Vorfreude ist auch dabei! Das wird vielleicht einer der schönsten Abende überhaupt für unsere Band. Wir haben zwar schon oft vor so vielen Menschen gespielt, aber die waren nie alle nur wegen uns da.
Am Anfang Ihrer Karriere haben Sie auch schon im Stadion gespielt. Als Vorgruppe der Simple Minds.
Brings: Daran musste ich auch denken, als wir vor ein paar Tagen in den Katakomben standen. Ich habe mich mit Harry (Alfter, Anm. d. Red.) erinnert, wie damals Billy Idol auf mich zukam. Der spielte auch im Vorprogramm der Simple Minds, kam auf mich zu und nahm mich ganz väterlich in den Arm. Dann hat er mich mit zur Bühne genommen, das war ein unglaubliches Erlebnis. Damals hätte ich natürlich nie gedacht, dass wir auch mal das Stadion füllen würden. Damals waren die Leute wegen den Simple Minds da, jetzt werden die alle nur für uns kommen.
Am Freitag ist Ihre neue CD, "Dat is geil", erschienen. Wie charakterisieren Sie die Stücke?
Brings: Da sind viele sehr persönliche Titel drauf, die viel über uns aussagen. Und die CD ist uns erstaunlich leicht von der Hand gegangen. Wir haben Sie zum ersten Mal in einem Studio in unseren eigenen Räumlichkeiten aufgenommen, das war eine ganz andere Atmosphäre, als ich das bisher kannte. Und das hört man der CD auch wirklich an.
Was bringen Sie ihren Geburtstagsgästen mit?
Brings: Wir bringen eine Menge Musik mit! Brings gibt es jetzt seit 20 Jahren, wir spielen auf dem Konzert Lieder aus der ganzen Zeit, ein Querschnitt durch unsere Bandgeschichte. Da sind ältere Stücke dabei, Rocksongs, Balladen, aber auch bekannte Karnevalshits wie "Poppe, Kaate, Danze" und "Su lang mer noch am Lääve sin".
Ihr Hit "Superjeilezick" hat Sie bekannt gemacht – ist das Lied für Sie mehr Fluch oder mehr Segen?
Brings: Ich bin sehr glücklich, dass ich das Lied damals geschrieben habe. Brings hat schon vorher zehn Jahre lang mehr oder weniger erfolgreich Rockmusik gemacht und dann wurden wir mit "Superjeilezick" über Nacht bekannt. In dieser Zeit haben uns zum Beispiel die Höhner sehr viel unterstützt und haben uns geholfen, dafür bin ich noch immer dankbar. Das Lied war also wirklich mehr als ein Segen für uns.
Was ist das größte Lob, das Sie nach einem Auftritt bekommen können?
Brings: Wenn die Menschen nach Hause gehen und sagen: "Das war so geil, nächstes Mal kommen wir wieder und wollen mit Euch singen und Musik machen." Ein schöneres Lob gibt es nicht!
Das Interview führte Christian Breuer
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