Das Rätselraten geht weiter: Wird Jacksons Asche auf der Ranch verstreut?
zuletzt aktualisiert: 08.07.2009 - 14:35Los Angeles (RPO). Nach dem bewegenden Abschied von Michael Jackson am Dienstagabend rätseln die Fans weiter über die letzte Ruhestätte ihres Idols. US-Medien spekulierten, der Leichnam des "King of Pop" werde eingeäschert und auf seiner Neverland Ranch verstreut.
Wo Jackson seine letzte Ruhe finden soll, blieb auch zwei Wochen nach seinem überraschenden Tod unklar. Im Anschluss an die öffentliche Trauerfeier verließ ein schwarzer Leichenwagen mit Jacksons goldenem Sarg das Staples Center. Hubschrauber der US-Fernsehsender verfolgten den Wagen einige Zeit lang, verloren dann aber im Stadtverkehr die Spur.
Weder die Behörden von Los Angeles noch der Forest-Lawn-Friedhof, auf dem Jacksons Familie und engste Freunde am Dienstagmorgen eine private Trauerfeier abgehalten hatten, wollten sich zum Verbleib des Leichnams äußern. Die Friedhofsverwaltung verwies darauf, dass sie sich grundsätzlich nicht zu Begräbnissen von Prominenten äußere. Der mit dem Jackson-Clan befreundete schwarze Bürgerrechtler und Pastor Al Sharpton sagte dem US-Sender CNN, er wisse nichts über das Begräbnis des Sängers.
Die Promi-Webseite TMZ.com spekulierte bereits, der Leichenwagen könnte ein Ablenkungsmanöver gewesen sein. Mehrere US-Medien vermuteten, dass Jackson eingeäschert und seine Asche auf dem Gelände seiner Neverland Ranch verstreut werden könnte.
Hunderte Millionen Menschen weltweit - in New York, Tokio, Hongkong, Berlin und in entlegenen Dörfern in Kenia - hatten am Dienstag die Trauerfeier im Fernsehen, im Internet oder auf Leinwänden verfolgt. "Religiöser Festzug trifft Awards-Show", schrieb die "New York Times" über die Zeremonie, bei der unter anderem die Sängerinnen Mariah Carey und Jennifer Hudson mit Auftritten dem "King of Pop" die letzte Ehre erwiesen. Auch Stars wie Stevie Wonder und Lionel Richie sangen für Jackson. Die Zeitung "The Los Angeles" lobte, dass die Feier ebenso viel Glanz wie Gefühl versprüht habe.
Am ergreifendsten war der überraschende Auftritt von Jacksons Tochter Paris Katherine inmitten von Jacksons Familie. Mit den Tränen kämpfend sagte die bisher streng von der Öffentlichkeit abgeschirmte Elfjährige kurz vor Schluss der Zeremonie: "Ich möchte einfach sagen... Seit ich geboren bin, war Daddy der beste Vater, den man sich vorstellen kann."
Sie zögerte einen Moment, dann sezte sie fort: "Und ich möchte sagen, dass ich dich unglaublich liebe." Dann fiel das zierliche Mädchen ihrer Tante Janet Jackson in die Arme. Ihren ersten öffentlichen Auftritt absolvierten zusammen mit Paris auch ihre beiden Brüder Prince Michael Jr. und Prince Michael II.: Michael Jackson, der auf Drängen seines Vaters schon mit fünf Jahren erste Bühnenerfahrung sammelte, hatte seine Kinder stets mit Masken und Schleiern vor der Weltöffentlichkeit geschützt.
"Das war der bewegendste Moment meines ganzen Lebens", sagte die Gründerin des Jackson Fan-Clubs von Las Vegas, Donna Green. Sie hatte für eine der eigentlich kostenlosen Eintrittskarten zur Trauerfeier 300 Dollar hingeblättert. "Als die Tochter das Wort ergriff, war ich selbst so ergriffen, dass ich mich nicht erheben konnte."
Die Trauerfeier sei genau so gewesen, wie Jackson sie sich gewünscht hätte, urteilte der 55-jährige Zuschauer Forrest Fordyce, der vor 25 Jahren beim ersten "Moonwalk" des King of Pop dabei war. "Es war ein Fest, aber dennoch demütig", urteilte Jackson-Fan Wayne Darrington.
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