Marla Glen als Abschluss und Höhepunkt: Zwei Millionen auf dem Kölner Ringfest
zuletzt aktualisiert: 18.08.2003 - 06:48Köln (rpo). Mehr als zwei Millionen Menschen kamen an den drei Tagen zum Ringfest nach Köln. Nachdem vorwiegend musikalische Neuheiten im Vordergrund standenm bildete ein stilvolles Konzert von Blues- und Soullady Marla Glen am Sonntagabend den Abschluss.
Als Höhepunkt des insgesamt dreitägigen Musikfestivals präsentierte die Sängerin mit der rauchigen Soulstimme auf der RTL- Bühne ihr aktuelles Album "Friends". Dass es leicht regnete, konnte dabei der ausgelassenen Stimmung der Fans keinen Abbruch tun. "Ich freue mich, mit meinem wunderbaren Team hier in Köln auf der Bühne zu stehen", sagte Glen. Die 43-Jährige feiert nach einer kreativen Schaffenspause gerade ihr Comeback.
Insgesamt sind am Wochenende mehr als zwei Millionen Musikfans zu dem dreitägigen Ringfest nach Köln gekommen. Das nach Angaben der Veranstalter "größte Musikfest der Welt" lockte mit einer Stilmischung aus Pop, Rock, HipHop, Soul und Schlager Besucher aller Altersgruppen bei freiem Eintritt. Dabei standen in diesem Jahr musikalische Neuheiten im Vordergrund. Fünf große und mehrere kleinere Bühnen boten Newcomern wie Basta, dem Frank Popp Ensemble und Wir sind Helden eine musikalische Plattform.
Stars wie BroSis und No Angels
Daneben gab es Stars wie Lutricia McNeal, die RTL-Superstars, BroSis und die No Angels zu sehen. Entertainer Götz Alsmann empfing am Sonntag die Schlagerstars Mary Roos und Peter Kraus. Insgesamt präsentierten sich knapp 200 Bands und Musiker den Fans.
Bei strahlendem Sonnenschein waren bereits am Freitagabend rund 400 000 Musikbegeisterte über die Kölner Ringe gezogen. Am Samstag konnten nach Angaben eines Polizeisprechers 1,3 Millionen Besucher gezählt werden. Das seien deutlich mehr als im vergangenen Jahr, sagte Henning Röller vom Veranstalter Event Profile. Am dritten Tag kamen noch einmal rund 600 000 in die Kölner Innenstadt.
"Das Ringfest war in diesem Jahr wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage schwer zu gestalten. Umso mehr freut es uns, dass unser neues Programm so gut ankommt", sagte Röller. Zum Konzept gehörten mehr Auftritte von komplett live spielenden Bands. "Auch in Zukunft wollen wir weg von den schnelllebigen Chartstürmern, hin zu mehr Live-Performance."
Stars aus der Popbranche gab es trotzdem zu bewundern: Hunderte Teenies warteten etwa am frühen Samstagabend stundenlang mit Autogrammheftchen hinter der RTL-Bühne auf die Stars wie RTL- Superstar und Comet-Gewinner Alexander Klaws und die ebenfalls mit dem Medienpreis ausgezeichneten No Angels. "Superstars"-Moderator Carsten Spengemann lobte das Konzept des Ringfests: "Die Magie liegt darin, dass sich hier große und kleine Stars die Klinke in die Hand geben." Popstar Oli P., der zum siebten Mal dabei war, betonte: "Ich bin immer wieder gerne hier."
Wir sind Helden
Höhepunkt des Samstagabends war die Berliner Band Wir sind Helden. "Festivals wie dieses sind für neue Bands unheimlich wichtig", sagte die Helden-Sängerin Judith Holofernes. "Ich würde mich freuen, wenn es so etwas ähnliches auch in Berlin gäbe."
Diese Hoffnung ist nicht utopisch, geht doch die bisher parallel zum Ringfest veranstaltete Musikmesse Popkomm 2004 nach Berlin. Das Ringfest werde jedoch Köln erhalten bleiben, sagte Veranstalter Röller. Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU) sicherte am Sonntag die weitere Beteiligung der Stadt Köln zu. Definitive Entscheidungen gibt es laut Röller erst im Herbst.
Die Polizei zog eine positive Gesamtbilanz. Es habe mit 387 Hilfeleistungen deutlich weniger Einsätze als im vergangenen Jahr gegeben, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag.
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