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Jeju
Orgelbau und Pizza sind Kulturerbe

Jeju. Das Unesco-Komitee hat 39 Bräuche und Fertigkeiten neu ausgewählt.

Die Tradition von Orgelbau und Orgelmusik in Deutschland zählt jetzt zum Immateriellen Kulturerbe der Menschheit. Das Unesco-Komitee nahm die deutsche Nominierung am Donnerstag bei seiner Tagung auf der südkoreanischen Insel Jeju in die Welterbeliste auf. Grund zur Freude haben auch die neapolitanischen Pizzabäcker: Das "Pizzaiuolo", die Kunst des Pizzabackens, zählt nun ebenfalls zum Kulturerbe.

Neu auf der Liste sind auch das Dudelsackspiel "Uilleann Piping" aus Irland und die Basler Fasnacht aus der Schweiz. Aus den Niederlanden wurden die Wind- und Wassermühlen mitsamt dem Müllerhandwerk zum Immateriellen Kulturerbe erklärt, aus Portugal das Tonfiguren-Handwerk in Estremoz und aus Griechenland die musikalische Aufführungspraxis Rebetiko mit Gesang und Tanz. Die Liste umfasst nach Angaben der deutschen Unesco-Kommission damit nun insgesamt 398 traditionelle Fertigkeiten und Wissensformen. Sie soll die Vielfalt des immateriellen Kulturerbes abbilden. Neu eingetragen wurden etwa auch das Krugfest Kumbh Mela in Indien, das Reitspiel Chogan aus dem Iran, das traditionelle System der Wasserrichter von Corongo in Peru sowie die kulinarische Tradition Nsima in Malawi.

Die Anerkennung von Orgelbau und Orgelmusik wurde in Deutschland mit großer Freude begrüßt. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) erklärte in einer Mitteilung der deutschen Unesco-Kommission: "Orgelbau und Orgelmusik sind auch heute noch ein wichtiger Teil unseres Musiklebens, sie werden von Generation zu Generation weitergegeben, gepflegt und fortentwickelt." Um die Tradition auch in Zukunft zu stärken, fördere die Bundesregierung die Modernisierung national bedeutsamer Orgeln und den Erhalt wertvoller Instrumente in diesem Jahr mit rund fünf Millionen Euro.

(dpa)
 
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